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RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara
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- Detlev -



Moderator
2249 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 01 Mar. 2015 14:28


Hallo Claudio ...

du schreibst :

Oben: Blick auf unsere nächste Etappe, die uns zum Lava-Tower und auf 4628müM. (gem. meinem GPS) führt...URG!!!

Ist das tatsächlich der Lava-Tower ? Oder sind das doch eher die etwas weiter nördlich gelegenen Lent-Hills ? Zumindest vom Kamm-Verlauf dieser Bergformation würde ich auf die Lent-Hills tippen ... ?

Gruss Detlev


 
 
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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 01 Mar. 2015 16:07


Hoi Detlev

Nein, ich denke nicht dass man den Lavatower vom Shira Cave Camp, wo die Foto entstand, her sieht.

Die Felsen da oben sind wohl weiter nördlich, aber der Weg führt zuerst mal genau auf diese Felsen zu, dann gehts nach rechts, also gegen Süden hin zum Lavatower.

Gruss

Picco

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- Detlev -



Moderator
2249 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 01 Mar. 2015 16:39


@Claudio ...

... dann sind das die Lent-Hills ... benannt nach Dr. Karl Lent, einem deutschen Geologen, der bei Vermessungsarbeiten am Kilimanjaro durch Einheimische ums Leben kam ... im Kilimanjaro-Wiki habe ich einiges dazu zusammengetragen ...

kilimanjaro.bplaced.net/wiki/index.php?title=Lent-Gruppe

kilimanjaro.bplaced.net/wiki/index.php?title=Carl_Lent

Gruss Detlev


 
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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 02 Mar. 2015 10:55


@Detlev: Vielen Dank! :-D

Tag 7: Rauf zum Lava-Tower!

Guten Morgen!
Es ist etwa 06:00 Uhr, ich hab gut geschlafen und musste nur einmal meine Pissflasche befriedigen!
Ab aufs Klo, denn meine Gedärme rumoren übel vor sich hin...beinahe Durchfall!
Und viel Gas...so kenn ich‘s wenn ich zuviel Histamin habe, so beginnen die Probleme... :-(
Es könnte aber auch andere Gründe haben, wie die Höhe, wobei ich dann auch andere Symptome haben müsste, die ich nicht habe...
Ich fühl mich schwach, als ob ich Fieber hätte, was ich aber nicht habe...Blutdruck ist auch ok, Sauerstoffwerte sind mit 89% ebenfalls im grünen Bereich...zumindest für die Höhe und wenn man bedenkt dass ich auch zuhause nicht über 95% komme.
Na ja, wird schon wieder besser werden...
Ich ess noch einige histaminarme Riegel und einen Salametti (die vertrag ich immer problemlos) und geh dann Zähne putzen.
Und dann passierts!
Ich gerate mit der Zahnbürste zu weit nach hinten und schon kommt der Würgereflex!!!
Shit!!!
Zum Glück kommt nichts aus dem Magen hoch...aber ich würge schon recht lange und ausgeprägt...
Dazu muss man sagen dass zumindest ich sehr schnell den Würgereflex bekomme und sich das in der Höhe sogar noch verstärkt...
Natürlich bekommen das auch die Guides mit und fragen nach, aber es war wirklich nur die Zahnbürste, die zu weit nach hinten vorgedrungen ist, das fiese Ding!!!
Ich sag den Guides aber schon dass ich recht schwach bin heute und wir bitte sehr langsam gehen sollen.
Die Sorgenfalten auf den zwei Gesichtern sind nicht zu übersehen...
Anschiessend pack ich meine zwei PET-Flaschen in eine Tasche ein und bring sie dem Koch, damit er abgekochtes Maji Moto (Maji Moto = Heisses Wasser in Suaheli) auffüllen kann.
So kann wenigstens niemand meine verbotetenen PET-Flaschen sehen...ich möchte den Guides ja keine Probleme bereiten!
Und, egal welche Probleme ich habe, ich muss fotografieren gehen!!! :-D



Oben: Frühmorgendliches 180°-Panorama am Shira Cave Camp mit Blick zum Mt.Meru



Oben: Gleiche Blickrichtung, etwas näher herangezoomt: Klohaus mit Mt. Meru!

Dann gehts ab zum Frühstück, wo ich wieder zwei Suppenlöffel Porridge mit Milo runterwürge und ein Ommelette esse.
Auch die Tatsache dass ich essen kann sagt mir dass das vorhin kein Brechanfall sondern nur eine Folge der Zahnbürste war!
Phu!
Normalerweise kann ich nach dem Brechen keinen Bissen essen...
Dass ich‘s jetzt kann erleichtert mich doch ungemein!!!



Oben: Nebst unserem Kellner bringt auch unser Guide noch was, aber das wollen wir doch nicht essen...
Eine Angolaturteltaube oder Brillentaube, Steptopelia decipiens...




Oben: Blick aus dem Zelt...und wer steht da??? Natürlich Kibo, der Wolkenlose!!!

Anschliessend wird alles was irgendwie an die Sonne kommen könnte eingecremt, aber dummerweise finde ich meine Mütze nicht mehr!
Hab ich die etwa verloren???
Na ja, ich ziehe die Kaputze meines Pullovers hoch, sieht zwar scheisse aus, funktioniert aber auch halbwegs als Sonnenschutz.
Und schon gehts los, sehr, sehr langsam!
Schön, alle nehmen Rücksicht auf mein Problem, danke dafür!!! :-D



Oben: Jetzt gehts lo-os, jetzt gehts lo-os!!! :-D

Auf dem Weg treffen wir wieder mal Ulrike und Dan, die von Bianca mit Sonnencreme versorgt werden...
Ein weiterer Tourist gesellt sich dazu, der arme Kerl ist Opfer seiner Fluggesellschaft, denn sein Gepäck ist nicht mit ihm gelandet und so hat er weder seine Ausrüstung noch Sonnencreme...
Echt, das braucht man am Berg beim besten Willen nicht!!!
Sein Gepäck wird ihn dann nach dieser Etappe auch erreichen...immerhin!
Aber das ist schon ein Grund weshalb man mindestens einen Tag vor der Tour in Tansania eintreffen sollte!



Oben: Die Aussicht ändert sich nicht wirklich, zwischen dem letzten Bild und diesem liegen 73 Minuten Wanderung...



Oben: Eine der meiner heutigen schwachen Beinen geschuldeten Pausen, hier mit unserem Guide Augusto am posen vor dem Mt. Meru und dem Krater des Shira (rechts)

Und weiter gehts, es ist zwar nicht steil, aber es geht immer schön gleichmässig mit geschätzten 20° Steigung (=etwa 45%) bergwärts, meist den Kibo im Blick...wenn denn der Blick nicht auf den Boden gerichtet ist...
Ich bin kräftemässig ziemlich an der Grenze und bremse die Truppe recht stark, was denen aber auch zugute kommt, denn ein langsamer Aufstieg ist einfach besser für die Aklimatisation als ein weniger langsamer!
Darf man nie vergessen in diesen Höhen!
Ich ess zwischendurch immer wieder einige Riegel und Bifi-artige Würstchen, die geben schön Kraft, ich vertrag sie gut weil sie nur sehr wenig Histamin drinn haben obwohl es salamiartige Dinger sind und...sie geben viel Eisen, was für die Bildung der roten Blutkörperchen von Vorteil ist!
Und die werden hier oben dringend benötigt!



Oben: Der Blick zurück zeigt die aufkommende Bewölkung...

[img]Auf 4373müM. machen wir wieder mal eine kurze Pause, da entdeckt Bianca ein Wildtier!!!
Also schnell die Kamera gepackt und ab auf Safari!!! ;-)[/img]



Oben: Afrikanische Striemengrasmaus, Rhabdomys pumilio, auch ‘Vierstreifenmaus‘ genannt! :-D

Die anderen Drei beklagen Kopfweh, beraten ob sie Tabletten nehmen sollen, denn es geht ja noch etwa 250 Höhenmeter weiter rauf...
Wir wandern weiter, ab etwa 4400müM. beginnt auch bei mir der Kopf etwas zu drücken, Kopfweh würd ich das aber noch nicht nennen.
Ich hab zwar keine Kraft und meine Därme springen lustig umher, aber ich glaub den anderen Dreien gehts nun schlechter als mir, zumindest was die Höhensymptome angeht!
Denn ich hab nur leichten Druck im Kopf, sonst keine Höhensymptome!
Axel und Bianca hingegen machen mir echt etwas Sorgen!
Lucy fühlt sich auch nicht so toll, aber er macht mir noch den besseren Eindruck als die anderen Zwei.
Nach etwa einer Stunde erreichen wir einen Ort wo wir die Mittagspause machen, es ist auch schon nach 13:00 Uhr.
Die Steine sind unbequem, es ist kühl, ich meine auch dass etwas Nebel aufgekommen ist...
Nachdem ich endlich einen brauchbaren Sitzstein gefunden habe schlag ich meine Zähne in eine Art Kuchen, was Lucy mit einer Verbeugung hinter einen Felsen und einem herzlichen ‘Wruäääääääääärgggghhhhh...‘ komentiert...
Für die, die‘s nicht verstanden haben... ‘Wruäääääääääärgggghhhhh...‘ ist die internationale Aussprache für die Töne, die beim sich übergeben entstehen... ;-)
Bianca sieht das, wendet sich mit verzehrtem Gesicht ab und isst nichts, ich knabbere mein Zeug zur Hälfte runter und Axel...
Jaja, Axel...
Der isst gemütlich vor sich hin bis die Lunchbox fertig ist... ;-)
Axel isst alles und das jederzeit und in jedem Zustand!!! :-D
Wär ich froh könnt ich das noch...in jüngeren Jahren war ich auch so...
Wir messen unsere Sauerstoffgehalte, die sind bei allen gerade noch so im grünen Bereich, ich meine ich hätte 84% gehabt.
Axel misst auch den Gehalt der Guides...und ich meine er hätte erzählt dass Mohamed 97% hatte!!!
Wau!
Das hab ich nichtmal zuhause auf 400müM!!!
Unglaublich!!!



Oben: Weissnackenrabe oder auch Geierrabe, Corvus albicollis, der es auf Reste unseres Lunches abgesehen hat...
Schöne Vögel, und ich schreibs wieder: Extrem gross!!! Noch nie hab ich so grosse Raben gesehen!!!


Wir wandern schon bald wieder weiter, nun gehts erstmals nicht mehr gleichmässig hoch sondern runter, ebenaus und erst dann wieder etwas hoch...der Lavatower kommt langsam in unser Blickfeld!

Gruss

Picco

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Geändert von - Detlev - am 10.Mar.2015 12:21
 
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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 03 Mar. 2015 07:57




Oben: Der Lavatower von unten her gesehen, wir wandern dann links daran vorbei.

Mein Druck im Kopf wird schon wieder etwas weniger, aber Kraft hab ich noch immer keine!
Beim Lavatower angekommen fühl ich mich doch gleich heimisch, denn:



Oben: Da hat auch jemand Anderes ein Porta-Potty dabei! (Rechts am Bildrand)!! :-D
Ist nicht unseres! ;-)




Oben: Der Denker vom Lava-Tower!!!

Wir machen Pause, sind nun auf 4628müM, von nun an gehts wieder runter zum Baranco-Camp, welches auf 3981müM. liegt.
Alle sind recht schlapp, Bianca in ihrer Vulkaneuphorie hüpft natürlich trotz Höhenkrankheitssymptomen umher und schaut
sich alles genau an, informiert sich über die Besteigungsmöglichkeiten des Lava-Towers, erfährt von unseren Guides dass es momentan verboten weil zu gefährlich wäre und lässt uns andere Drei in Ruhe daliegen und vor uns hin sterben...
Zumindest sind wir sterbensmüde...zum wirklich sterben fehlt uns die Kraft! ;-)
Es ist schon nach halb drei und wir möchten ja gerne noch ankommen, haben aber erst die Hälfte der Strecke hinter uns!
Deshalb gehts wieder weiter, auf der anderen Seite des Towers sehr steil runter.
Die vielen rumliegenden losen Felsbrocken zeigen uns deutlich dass wir hier in einer gefährlichen Region sind, weshalb wir
ein eher hohes Temp einschlagen!
Durch die zum Teil sehr hohen Naturtreppen sind die Knie etwas gefordert...und schon freu ich mich dass ich nicht nur Bergauf- sondern auch Bergabgehen trainiert habe!
:-D
Nachdem wir den Lavatower hinter uns gelassen haben gehts ewig lang auf und ab, tendenziell mehr ab als auf, zwischendurch auch ist‘s auch mal eben...welch Wohltat!!!
Nach einer guten Stunde erreichen wir wieder ein Gebiet mit Riesenlobelien...die Steinwüste von weiter oben ist hinter uns!



Oben: Schön zu sehen nach den Stunden in der Steinwüste: Riesenlobelie...



Oben: ...und schon bald ein ganzer Wald davon!!!



Oben: Offensichtlich in Paarungslaune!!!



Oben: Ein R I E S E N D I N G ! ! !



Oben: Es ist echt eindrücklich hier oben, so eine andere Welt, herrlich!!!
Nur schon deshalb lohnt es sich hier rauf zu kommen!!!




Oben: Eine Landschaft in einem Science-Fiction-Film...



Oben: Irgendwie unreal...und doch ist es real!

Wir sind erstaunlich schnell unterwegs, natürlich vor allem weils meist runtergeht, aber auch weil das Wetter sich verschlechtert und wir gerne ankommen wollen.
Die Launen von uns vier sind alle nicht sonderlich feierlich, wir sind alle fix und foxi!
Um 16:20 treffen wir am Baranco-Camp ein und beschriften das Buch, wie in jedem Camp und anschliessend gehts zu den Zelten.
Ich verabschiede mich und schmeiss mich ins Zelt, schlafe sofort ein!
Ich meine auch die anderen legen sich kurz hin, aber im Gegensatz zu mir schlafen sie nicht bis kurz vor dem Abendessen!
Nachdem ich fürs Abendessen geweckt wurde geh ich zu den Anderen ins Essenszelt rein, das Essen folgt mir auch schon bald darauf nach.
Offenbar findet es unsere Gesellschaft nett, und auch wir haben es zum Reinbeissen gern... ;-)
Nach der wie immer sehr leckeren Suppe gibts Nudeln (Ich schreib absichtlich nicht Spaghetti, obwohl alle Nudeln in Tansania als Spaghetti oder Maccharoni bezeichnet werden und ich beides in Tansania noch nie gesehen habe...hier schreibt übrigens der Italiener in mir!!!) mit Fleischsauce.
Ich nehm mir etwas weil ich weiss dass ich die Energie benötige, aber hungrig bin ich nicht ansatzweise!
Einige Nudeln rutschen die Speiseröhre runter, ein Stück Fleisch wird nachgeschoben und...
...
Ich spurte los!!!
Mit Müh und Not kann ich Lucy davor bewaren Halbverdautes ins Gesicht zu bekommen, während ich mich noch am Reissverschluss des Zeltes abmühe schiesst mit die Suppe schon durch die Nase raus!!!
Endlich draussen!!!
Endlich den Mund aufmachen!!!
Und da liegt das Abendessen während ich noch ewig weiterwürge... :-(
Ein Träger wird auf mich aufmerksam, ruft den Kellner der mir Servietten und Wasser bringt...
Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der die anderen Drei einen guten Meter von mir entfernt versuchen trotzdem zu essen,
beruhigt sich mein Magen wieder etwas, die Würgerei endet langsam...
Ich wasche mich und dreh mich um, da steht noch immer der Kellner und fragt mich wie‘s mir geht...
Ich hab in jenem Moment sofort realisiert dass das Stück Fleisch und mein Körper sich nicht wohlgesonnen waren...
Sofort ist mir auch der Schwächeanfall nach dem Mittagessen am zweiten Tag eingefallen...und auch meine Schwäche von
heute morgen...gestern Abend gabs auch schon Fleisch...und mein Gefühl der hoch- und runterhüpfenden Temperaturen...
...und dass meine Nase seit dem Abend des zweiten Tages ‘zu‘ ist hat auch Axel bemerkt...die Flecken an den Händen schieb
ich aber dem Sonnenbrand zu, obwohl es schon etwas speziell aussieht...
Ich vermute deswegen dass ich einen massiv erhöhten Histaminpegel habe und zieh das Hosenbein hoch, da dort die einzige sichtbare Histaminauswirkung in Form vom Flecken erscheint...
...
Der Kellner weitet seine Augen, öffnet den Mund, aber kein Ton kommt raus...
Ich schau auch hin und was seh ich da???
Einen neuen Rekordfleck in bisher nicht gekannter Grösse und farblicher Ausführung!
Shit!!!
Also hab ich definitiv wieder einen viel zu hohen Histamingehalt! (Klick mich um Dich über Histaminintoleranz etwas zu informieren...)
So weh es mir tut, das heisst ganz klar und ohne Widerrede: Runter vom Berg!!!
Denn ich brauch dringend wirklich frisches (und dadurch histaminarmes) Essen!!!
Damit es nicht falsch verstanden wird: Der Koch hat keinen Einfluss auf den Histamingehalt des Essens, er hat nichts falsch
oder schlecht gemacht!!!
Ich vermute aber dass die Esswaren aufgrund der vielen Buchungsabsagen schon einige Tage im Lager lagen bevor wir
losgezogen sind und sie so Histamin anhäuften!
Denn beinahe alle Lebensmittel produzieren bei der Lagerung mehr oder weniger Histamin, bei den Grundnahrungsmitteln ist
lediglich Reis die löbliche Ausname!
Wobei auch Nudeln nicht wirklich ein Problem sind...ich habe das Fleisch als grössten Übeltäter in Verdacht...
Auch hier nochmal: Nicht falsch verstehen! Die Esswaren waren nicht schlecht, für nicht histaminintolerante Menschen
problemlos zu essen!
Ich hätt vieleicht im Vorfeld darauf hinweisen müssen dass die Esswaren alle frisch sein müssen, aber da wir bisher immer
Anfangs Safari und auch zwischendurch frisch eingekauft haben hab ich daran gar nicht gedacht...FEHLER!!!
Wobei die Histaminmengen im Essen schon sehr sehr hoch gewesen sein müssen dass ich trotz Medis und Histaminabbauenden Nahrungszusätzen in so kurzer Zeit so extrem reagiere...hatte ich noch nie so schnell so stark!!!
Na ja, nützt nichts, ich muss runter!
Ich setz mich wieder ins Essenszelt und kurz darauf stehen die beiden Guides und der Hilfsguide mitsammt Kellner auch im Zelt
und befragen mich, schauen sich mein Bein an und sind offensichtlich etwas verwirrt, wohl weil ich von einer Krankheit spreche die sie nicht kennen.
Kennen bei uns ja selbst die meisten Ärtzte (noch) nicht...
Wir verbleiben so dass wir, weil wir im Moment eh nichts anderes tun können, erst mal die Nacht hier bleiben und dann
morgen früh entscheiden was zu tun ist!
Kurz darauf geh ich wieder ins Zelt und schlüpfe in meinen Schlafsack...obwohl der Kili wunderschön im Sternenlicht leuchtet und ich noch versuche eine Foto davon zu machen...aber mir fehlt die Kraft um einen geeigneten Stein als Auflage zu suchen...also geb ich auch und hüpfe (in extrem kleinen Hüpfern) ins Zelt...
Gute Nacht!

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 04 Mar. 2015 07:48


Tag 8: Es geht doch nicht runter...?

Es ist sehr kalt, meine drei Spenden an die Pissflasche sind gefroren...
Brrr...
Ich pack meine selbst mitgebrachten histaminarmen Lebensmittel zusammen und ess was ich essen kann...
Ich schreib dem Forumskollegen Johannes eine SMS mit der Frage ob er ein Zimmer für mich frei hätte und was das kosten würde...
Zum Glück hat man in den Camps meist Handyempfang!
Die Antwort kommt rasch, sie ist positiv und der Preis ist auch OK!
Also schlag ich zu!
Natürlich nicht wortwörtlich, ich mein damit nur dass ich das Angebot annehme...
Schön, endlich lern ich den ersten, der mir in einem Forum eine Frage zu Afrika beantwortet hat, persönlich kennen!!!
Wird aber auch Zeit nachdem wir uns per Foren schon seit etwa 5 Jahren kennen!!!
Draussen wirds langsam hell, ich husch aufs Klo...
...dort gehts zum Glück auch besser als gestern früh, auch das Zähneputzen übersteh ich ohne Brechreiz...
Zum Glück fühl ich mich nicht mehr so schlapp wie gestern Abend, aber offenbar geht es Lucy nicht sehr gut, denn
er sagt mir dass er auf jeden Fall mit mir absteigt!
Was mich natürlich freut, denn zu zweit kann man mehr unternehmen als allein!
Er war bisher jeweils derjenige mit den tiefsten Sauerstoffwerten...und seine Motivation ist wohl auch nicht mehr so toll...
Er sieht auch eher schlecht aus heute früh...nicht so leichenblass und krank wie ich, aber auch nicht gesund...
...kurz und gut: Wir zwei haben den Gipfel abgeschrieben!!!
Also runter auf kürzestem Weg, denken wir uns...
Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt...
Die Guides kommen zu uns, fragen wie‘s geht, realisieren bald dass wir echte Probleme haben und eröffnen uns dass sie uns
nicht so ohne weiteres runterbringen können...
Shit!!!
Wir befinden uns an einer der schlechtesten Stellen für den Abstieg, denn die hierhin führende Route ist die Umbwe-Route,
das ist die steilste Route am Berg und sie wird auch die ‘Bergsteigerroute‘ genannt!
Da mit verminderter Kraft runter: NEIN DANKE!!!
Also bleibt uns nichts anderes übrig als über die 300m hohe Barancowall, auch Breakfastwall genannt, rüber zum Karanga-Camp...
Oder zurück über den Lavatower auf 4628müM...NEIN DANKE!!!
Wobei dies von den Guides auch gar nicht vorgeschlagen wird, wohl weils Schwachsinn wäre mit einem Kranken über 4600müM. hochzusteigen...
Also beschliessen wir das Einzig Sinnvolle, nämlich über die Barancowall rüber zum Karanga-Camp zu gehen...
Ich seh mir dabei die Barancowall direkt vor meiner Nase an und hasse sie jetzt schon!!!
Ich hab ja schon viel von ihr gehört und gelesen, aber in Natura vor meiner Nase sieht sie einfach extrem...
...
...ja...abschreckend aus!!!



Oben: Links der Kibo und die senkrechte Steilwand da hinter den Zelten ist die 300m hohe Barancowall...
...
...das ist also der gemütlichste Weg um von hier weg zu kommen...
Toller Ort um krank zu werden, super gemacht!!! Doppel-GRMPFL!!! :-O


Während ich noch leer schlucke und meine Knie zittern erklärt uns unser Guide dass die Wand nur halb so schlimm wäre und
dahinter nur noch eine Ebene und ein kleines Tal auf uns warten würde und das die kürzeste Etappe bisher wäre und und und...
Nachdem ich mich wieder gefasst habe knippse ich noch etwas um die Zelte rum...um mich von der Barancowall abzulenken und der Nachwelt was von mir zu überlassen... :-/



Oben: Liebend gern würd ich Kopf voren in diese hübsche Blume springen wenn ich als Gegenleistung nicht die Barancowall rauf müsste...



Oben: Die Pflanzen hier sind echt faszinierend...vor allem wenn sie einem von der Barancowall ablenken...



Oben: Und diese Pflanze macht genau das was ich jetzt auch gern würde: sie versteckt ihr Innerstes in einer harten Schale!!!



Oben: Noch ein Blick zum Kibo und zur Barancowall...‘Leer schluck‘!!!



Oben: Wir sind komfortabel unterwegs, sogar unsere Toilette hat ihr eigenes Zelt! (und ein weiterer Träger einen Job...)



Oben: Noch die letzte Besprechung vor dem Start, in kurzen Hosen unser Guide Mohamed.

Und dann gehts los!
Es ist etwa neun, wie gehören wieder mal zu den Letzten, was uns Stau an der Wand erspart.
Nicht die schlechteste Idee!
Auch Ulrike und Dan vermeiden den Stau immer wie wir indem sie spät starten, diesmal treffen wir sie in Camp und sie uns
an der Barancowall, wo Ulrike wieder mit unseren Kameras Fotos von uns macht.
Immer wieder amusant wie sie erschrikt wie meine kleine Kamera losrattert...ich hab halt immer den Serienbildmodus drin, wenn auch nur den Langsamen mit 4 Bildern pro Sekunde...aber für Ungewohnte hämmert das ganz schön in der Hand, da erschrickt frau schon! ;-)
Aber sie macht es gut! @Ulrike: Danke für Deine diversen Foto-Einsätze! :-D
Erst gehts mal ins kleine Tal neben dem Camp runter, über einen Bach und dann schon in die Wand, die nun beinahe senkrecht vor uns steht und mächtig Eindruck macht...
Lieber wäre es mir ich würde ihr mächtig Eindruck machen, aber leider ist es umgekehrt...
Los geht das Kraxeln, die Guides empfehlen Handschuhe, meine sind natürlich in der Tasche auf dem Kopf eines Trägers...
OK, es wären sowieso keine Bergsteigerhandschuhe sondern meine roten Kartfahrerhandschuhe, aber zum Glück hab ich nicht so empfindliche Haut an den Fingern...denn der Fels ist aus Lavagestein und entsprechend scharfkanntig...
Nicht überall, aber schon auch...



Oben: Wahnsinn wie die Träger hier raufgehen!!!



Oben: Hier unser schlauester Träger: Er hat seinen Stuhl dabei! ;-)



Oben: Jaja, kaum bin ich in Afrika wirds so kalt dass Eiszäpfen von den Wänden hängen...tststs...

Gruss

Picco

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Geändert von - Detlev - am 10.Mar.2015 12:22
 
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- Detlev -



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2249 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 04 Mar. 2015 20:18


Hallo Claudio ...

  1. danke für die wiederum sehr tollen Bilder ... und hier i.B. die Riesensenezien-Bilder ...
  2. danke für den Link zur Histamin-Intoleranz ... war absolut neu für mich ... und hat mich nachdenklich gemacht ...
  3. btw. ... a very well dressed guide ... never seen before ...

Gruss Detlev


 
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RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 05 Mar. 2015 06:59


Hoi Detlef

Danke! :-D

Ja, das mit der Histaminintoleranz war auch meinem ersten Arzt nicht bekannt, dem zweiten nur Gerüchteweise, aber immerhin bekannt... ;-)
Es gilt noch nicht als bewiesen dass es die Histaminintoleranz gibt, aber ums mit den Worten einer in dem Bereich forschenden Professorin (sinngemäss) zu sagen: Es kann noch nicht bewiesen werden, aber so viele Dinge lassen sich nur mit einer Histaminintoleranz vollumfänglich erklären, so dass es die Histaminintoleranz geben muss!

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 05 Mar. 2015 16:32




Oben: Bianca und Axel...ihre grossen Kameras wandern dort wos richtig steil ist in die Rucksäcke, meine OM-D E-M5 kann ich zum Glück im Bauchhalter lassen...sie ist so klein das sie mich nicht behindert!



Oben: Nur zur Info: An den garstigen Stellen konnt ich nicht fotografieren...



Oben: Das steilste Teilstück ist nun hinter uns, hier ist‘s schon wieder relativ eben...



Oben: Schöner Ausblick auf den Kibo...



Oben: Schöner Ausblick auf mich...
...ok, auch auf den Kibo...
...und ja, ich seh nicht so fit aus, bin ja auch krank...aber nicht höhenkrank!




Oben: Dank Ulrike haben wir auch Gruppenfotos vor dem Kibo, ich hab versucht die Kamera so einzustellen dass wir und der Kibo möglichst scharf drauf sind, also Blende 22 und 1/800stel Sekunde...das Resultat ist gar nicht mal so schlecht wenn man bedenkt dass Ulrike nur etwa drei bis vier Meter von uns weg stand! :-D



Oben: Er ist einfach zu schön um hier nicht gezeigt zu werden...



Oben: Zwei, drei Kraxelstellen waren dann doch noch zu bewältigen...

Nach etwa zwei Stunden sind wir oben...wir habens gemütlich genommen, ich weil ich keine Kraft in den Beinen hatte, die Anderen aus Rücksicht auf mich...
Und oben gabs erstmals Pause!
VERDIENTERMASSEN!!!
Wer wissen will wie ich mich fühlte kann mal mit 39° Fieber eine 300m hohe Steilwand hochkraxeln...denn obwohl ich kein Fieber hatte war ich etwa so schwach wie wenn ich 39° hätte...



Oben: Geschaft! Die Barancowall ist bestiegen, der Kibo wäre nun noch näher...
...dem offenen Mund nach keuch ich noch immer...




Oben: Wie von den Guides angekündigt gings dann wirklich eben weiter, herrlich!!!

Nach der Pause gingen wir etwa 30 Minuten recht eben weiter und erreichten dann einen Punkt wo uns der Guide sagte dass das Camp gleich da hinten wäre...
Wir machten nochmals eine kleine Pause und nach etwa 10 Minuten gingen wir weiter, plötzlich tat sich vor mir ein Abgrund auf!!!

Gruss

Picco

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Moderator
2249 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 05 Mar. 2015 17:00


@ Claudio ...

... danke für das Update ... und du schreibst ...

Oben: Schöner Ausblick auf den Kibo...

Hierbei handelt es ich um den *Diamond Glacier* (oben) und den *Balletto Glacier* (unten). Es ist das einzige Gletscherpaar mit englichen Namen ... da sie sich erst nach den deutschen Entdeckertouren aus dem südlichen Eisfeld heraus kristalisiert haben und benannt wurden. Es sind auch die einzigen Gletscher am Kibo, die über die letzten Jahre hin kaum an Volumen und Fläche verloren haben. Zu erklären ist das mit ihrer sehr speziellen Lage ( Höhe und SW-Richtung ) ...

Gruss Detlev

 


 
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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 07 Mar. 2015 08:24


Hoi Detlev

Danke, von solchen Dingen hab ich keine Ahnung!

Ich werds in den Bericht der auf meine Homepage kommt wohl einarbeiten... :-D

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 07 Mar. 2015 08:26


Vor mir sah ich den Abstieg ins Tal mit der letzten Wasserstelle vor dem Kibo!
Und das Tal war etwa 250m tief!!!
Auch das noch!!!
Ich kam mir vor wie am Mt. Everest, als ich unsere Lodge in etwa 1km Entfernung sah...und dazwischen ein tiefes Tal...
Meine Motivation war eh nicht die Grösste, nun war sie völlig am Boden!
Meine Knie zitterten, meine Beine schmerzten, meine Augen versuchten aus den Augenhöhlen zu kullern, meine Haare taten nichts...
Und mein Verstand fragte sich wo er nur war als ich ‘ja‘ zu der Tour gesagt habe...



Oben: Auf der anderen Seite ist das Camp...da müssen wir runter und vor allem: da müssen wir auch wieder rauf!!! :-(

Mit ‘nur‘ einer Pause auf halber Aufstiegshöhe haben wirs dann doch geschaft und sind im Camp angekommen!
Wie immer haben wir uns ins Hüttenbuch eingetragen und uns dann auf die Suche nach unseren Zelten gemacht.
Auf einen Aklimatisationsspaziergang haben wir verzichtet...ich sowieso, die Anderen aber auch!
Als erstes hab ich mal mein Zelt eingerichtet, die Downmat7 aufgepumpt und den Schlafsack ausgebreitet...
...was in der Höhe schon zum Schwitzen reicht...



Oben: Zum Greifen nah...

Schon bald gehts ins Essenszelt auf einen The, Maji Moto stand schon auf dem Tisch, die Popcorn sowieso.
Es war recht kühl, ich hab bald die ‘Fenster‘ des Essenszeltes geschlossen damits nicht durchzieht...
Axel ist natürlich wieder raus um zu schauen ob‘s was zu fotografieren gäbe, kurz nach 19:00Uhr sind meine Kamera
und ich auch noch schnell raus und haben geknippst...
Aber schnell wieder rein...
Lucy und ich sassen drinn, Axel und Bianca waren draussen am Fotografieren...‘Diese Farben, diese Farben‘ und ähnliche Sprüche hörten wir zuhauf...und blieben trotzdem standhaft im Zelt...



Oben: Sonnenuntergangsstimmung...unbearbeitet wie die meisten Fotos dieses Berichtes...nur auf ein anderes Format beschnitten.
Es ist 19:08 Uhr!!!




Oben: Gleicher Text wie oben...andere Uhrzeit: 19:11 Uhr!!! ;-)

Nachdem ich dann zuhause gesehen habe was Axel da fotografiert hat...ich hätt mich selbst vierteilen können!!!
Diese Farben, diese Farben!!! ;-)
Und ich habs nicht fotografiert...ein Himmel wie auf einem Gemälde!!!
Und ich hab nur die Vorstufe davon...
Zum Glück hab ichs damals noch nicht gewusst...
Zum Abendessen hat der Koch alles daran gesetzt möglichst histaminarm zu kochen!!!
Dazu muss man bedenken dass der Kerl wohl noch nie was von Histamin gehört hat, aber er hat sich echt ins Zeug gelegt!!!
Toller Kerl!!!
Danke dafür, Paul!!!
Es gab Suppe, wie immer sehr lecker und gut um den Salzhaushalt zu regullieren, dann Reis (hat kaum Histamin) mit Gemüse und Fleisch mit einer relativ dünnflüssigen Sauce.
Ich hab ausser Fleisch alles genommen, konnte richtig gut essen, sogar nachschlagen...
Toll!
Es war das erste Mal am Berg dass mein Hals nicht ‘zugemacht‘ hat beim Essen...und meine Verdauung blieb schön ruhig!
Toll2!!!
Nach dem Essen gings raus und während die Anderen Drei ins Zelt gingen hab ich versucht den Kibo und den Sternenhimmel
zu fotografieren...
Ums vorwegzunehmen: Ich hab ziemlich versagt!
Aber egal!
Ein Stein musste als Stativ herhalten, scharfstellen hab ich per Autofocus versucht, nur 20 Sekunden Belichtungszeit
damit die Bewegung der Erde aus den Sternen keine Streifen macht, aber leider hab ich die ISO auf 320 gestellt gehabt,
die verzögerte Auslösung auf 2 Sekunden gestellt und abgedrückt...
Im Nachhinein weiss ich: ISO 4000 oder sogar 5000 wären wesentlich besser gewesen!!!
Vor allem nerv ich mich weil ich ja weiss wie gut die Fotoqualität auch bei solchen ISO-Werten ist!!!
Aber seht selbst was ich nach viel Bearbeiten aus den schwarzen Bildern rausholen konnte...
Nichts um sich zu brüsten, aber eine schöne Erinnerung ist‘s alleweil!



Oben: Mein erstes Sternenbild...es war schlicht schwarz und nur viel Bearbeitung hat da noch was rausgeholt...

Am Kamera-Monitor sahs noch gut aus...aber in Wirklichkeit wars schlicht schwarz!!!
Beim zweiten Bild hab ich versucht mehr des Kibo‘s sowie etwas vom Camp draufzukriegen...



Oben: ...Sternenbilder...definitiv noch ausbaufähig...

Noch ohne zu wissen wie schlecht die Bilder wurden pack ich mich in den Schlafsack und schlafe bald ein, gute Nacht!

Gruss

Picco

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Kili2010


Kilimanjaro-Senator
1422 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 07 Mar. 2015 22:10


Hallo picco, 

heute abend habe ich mal die Zeit gehabt, deinen Bericht bis hier her mit der gebührenden Ruhe lesen und geniessen zu können.

und ein Genuss ist er! 

Du hast ganz ganz tolle Bilder geschossen und deine Erlebnisse äußerst unterhaltsam beschrieben. 

Eine tolle Bereicherung des Forums !

Danke dir dafür und für all die Mühe die unzweifelhaft damit verbunden war und ist.

Deinem Link zur Histaminintoleranz folge ich auch noch....bisschen Bildung schadet selten ;-)

VG

kili2010


 
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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 08 Mar. 2015 08:17


Hoi Kili2010

Danke für die Blumen! :-D

Das motiviert doch gewaltig!

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 08 Mar. 2015 08:18


Tag 9: Nun gehts runter!

Die Nacht war kalt, aber in meinem Schlafsack wars herrlich warm!
Dreimal musste ich die Pissflasche bemühen bis es Zeit zum Aufstehen war...und dafür nicht einmal aus dem Zelt in die Kälte!
Ein Schlaumeierchen halt... ;-)
Beim öffnen des Zeltes rieselt wie schon in den letzten zwei Nächten das Eis herunter, das Zelt ist innen wie auch aussen
mit einer dünnen Schicht Eis bedekt...
Und das in Afrika!!!
Unglaublich!!!
Draussen ist wundervolles Wetter, kein Wölkchen weit und breit, die Sonne geht bald auf und der Kibo sieht einfach nur
wunderbar aus!!!
Auch wunderbar geht es meiner Verdauung, zumindest im Vergleich zu den letzten Tagen!
Ich fühl mich fitter als in den Tagen zuvor!
Das Histaminarme Essen und die verdoppelte Dosis Medis (musste ich noch nie erhöhen!!!) haben wohl gewirkt!
Nach Morgentoilette, SMS an Johannes mit der Frage nach dem Weg und Zähneputzen gehts ans Frühstück, wo ich mir wieder zwei Suppenlöffel Porridge (heute ohne Milo aber mit Ovomaltine) reinschaufle und es sogar schlucke...
Lucy eröffnet mir dass er doch am Berg bleibt und ich alleine runter gehen muss.
Irgendwie schaade, aber verständlich!
Zumal es ihn wieder gut geht und Bianca sicherlich einiges dazu beigetragen hat seine Motivation wieder zu erhöhen... ;-)
Ich frage noch was ich den Dreien alles da lassen soll, aber sie wollen nichts...
Dementsprechend packe ich mein Zeug zusammen und stelle die Tasche raus.
Der Kibo kleidet sich zum Abschied in schönstes Morgenlicht und ich mach ihm den Gefallen und fotografier drauf los...



Oben: Guten Morgen Kibo!

Bianca und ich unterstützen schon seit längerem Kipepeo-Clothing (klick mich) mit einigen Einkäufen und Werbung,
da ist es nur verständlich dass wir auch Fotos in Kipepeo-Kleidern vor dem Kibo machen...
Ich als Fotograf, Bianca als Model...
Und hier eines der Resultate:



Oben: Tatata: Bianca wird Fotomodel für Kipepeo! :-D
Die Arme steht tapfer da und friert sich einen ab, es ist ja auch nur etwa 5-10°C maximal!!!
Aber gut hat sie‘s gemacht!!!


Auch die anderen Drei haben in der Zwischenzeit ihr Zeug gepackt, Axel hat mich doch noch um meinen Akkupack gebeten, den
ich dann aus der hintersten Ecke meiner Tasche gegraben habe...



Oben: Auch die Taschen und Rucksäcke von Axel, Lucy und Bianca warten schon ungeduldig auf ihre Träger...

Bald erfahren wir dass unser Guide Augusto mit mir absteigen wird, was den anderen Dreien verständlicherweise nicht gefällt,
zumal Augusto nicht nur wie Mohamed ein sehr guter Guide ist sondern dazu auch ein wirklich sympatischer lieber lustiger
Kerl und Kumpeltyp!
Und alle zu ihm einen Bezug auf persönlicher Ebene haben, im Gegensatz zu Mohamed, der einfach ein sehr guter Guide ist, nicht weniger, aber auch nicht mehr!
Und schon bald folgt die Verabschiedung, es ist ja schon neun Uhr!
Zuerst von den Crewmitgliedern, mit denen ich Kontakt hatte, dann von den Trägern als Gruppe, dann von Ulrike, Dan, Axel
Lucy und Bianca...
Wobei‘s bei Bianca wie bei jeder Verabschiedung von ihr Tränen gegeben hat...sie ist so wunderbar Gefühlsorientiert!
Mir fällt es schwer tschüss zu sagen, zumal ich mich heute fit genug fühle um weiter aufzusteigen, aber genau weiss dass
das Problem jederzeit zurückkommen kann, und das unter Umständen in deutlich ausgeprägterer Form!
Am Mt. Everest hatte ich ja meinen ersten wohl grösstenteils Histaminbedingten Zusammenbruch mit gut 40° Fieber auf
5350müM., das brauch ich beim besten Willen nicht mehr!!!
Aber auch wenn ich das Risiko nicht eingehen will tuts weh nicht rauf zu gehen...zumal der Gipfel so nah ist!!!
Ich überlege hin und her, komme aber immer wieder zum Schluss das das Einzige Vernünftige der Abstieg ist...
Nach der Verabschiedung dreh ich mich schnell um, unter meiner Sonnenbrille kullern auch einige Tränen hervor, ich seh die ersten Meter kaum was...
Es tut echt weh zu gehen!!!



Oben: Eiskristalle am Boden, es ist nachts hier oben wirklich kalt!!!

Augusto geht langsan voran, ich brav und auch nicht schneller hinterher...
Es geht auf und ab, Kraxelstrecken hats nur wenige, und ich merke wieder wie kraftvoll ich heute bin...
Soll ich doch rauf???
Zweifel kommen immer wieder, deshalb geb ich als wir zu zweit nebeneinander gehen können richtig Gas, um die Zweifel durch
gemachte Abstiege zu zersteuen!



Oben: Augusto will Pausen einlegen, ich will runter und brauch kaum Pausen, was er auch noch merken wird...



Oben: Noch ein Blick zurück zum Kibo...
...Herzschmerz...




Oben: Kurz darauf sehen wir den dritten Gipfel des Kilimanjaromassivs: den 5148m hohen Mawenzi...

Es geht nun bergab in Richtung des Millenium Camps auf 3820müM., wo wir uns ebenfalls in ein Buch eintragen müssen.
Ich verteil Getreideriegel und ess natürlich auch einen, bevor wir weiter absteigen.
Am Ende des Camps stösst ein Porter zu uns, er kann aber eigentlich nicht unserer sein da er meine Tasche nicht dabei hat.
Augusto kennt ihn aber.
Er schliesst sich uns an, die beiden plaudern in Suaheli vergnügt vor sich hin, während wir sehr sehr schnell absteigen.
Der Weg ist felsig, die Naturstufen sind recht hoch...zum Glück hab ich das Bergabgehen auch gut trainiert!!!
Mit meinem Hüft- und Knieschaden wäre es sonst eine schmerzhafte Angelegenheit geworden!
Rundherum hats viele Pflanzen, bald schon wirds Buschig...



Oben: Protea Kilimanjarensis am Wegesrand...wunderschön!



Oben: Höhle oberhalb unseres Rastplatzes...

Auf 3371müM. machen wir die erste Pause, ich drück den beiden wieder je einen Riegel in die Hand und wir setzen uns bei
einer Höhle hin.
Die zwei sind mit plaudern beschäftigt, ich mit zaudern ob ich nicht doch wieder rauf soll...
Aber niemand merkts und die Vernunft siegt...also gehts nach etwa 10 Minuten Pause weiter in schnellen Schritten in Richtung
Mweka-Camp...



Oben: Weg unterhalb unseres Rastplatzes...ein harmloses Stück, aber kurz darauf wirds wieder recht Kniefordernd...

Von nur einer kurzen Pisspause unterbrochen gehts weiter runter, um 11:50 Uhr erreichen wir das Camp auf 3125müM.!
Wir setzen uns hin, schreiben wieder unsere Personalien in ein Buch und schon hören wir jemanden wie einen Rohrspatz
vor sich hinfluchen!!!
Auf Suaheli, aber der Ton, die Lautstärke, der Blick zum uns begleitenden Träger und der gehässige Gesichtsausdruck sind
sehr sehr deutlich!
Da ist jemand schlecht gelaunt...und er kommt genau auf uns zu!!!

Gruss

Picco

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Geändert von - Detlev - am 10.Mar.2015 12:24
 
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Kilimanjaro-Senator
1422 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 08 Mar. 2015 10:44


@ picco: jetzt hast du aber einen echten CLIFFHANGER hier hinterlassen !
Wann kommt die nächste Serien-Folge ??????
:-)
Sonnige Grüße
kili2010


 
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Casey_Honk



Kilimanjaro-Gelehrter
340 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 08 Mar. 2015 14:37


Hi Picco,

endlich hab ichs auch mal geschafft deinen Bericht zu lesen. Hat mich wie damals den Everest Bericht gepackt, aber so umfangreich benötigt es einfach etwas Zeit ;)

Toll sind auch deinen zahlreichen Fotobeiträge, mein Laptop wurde auf der ersten Forumsseite immer langsamer und langsamer, das war echt viel!

Vielen Dank, dass du uns so ausgiebig an deinen Erlebnissen teilhaben lässt. Da hat man fast das Gefühl dabei gewesen zu sein.

Auch wenn es nicht mit dem Gipfel geklappt hat, scheint das Unternehmen doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.

Gruß,

Martin

www.kiliblog.wordpress.com

 
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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 09 Mar. 2015 09:43


Hoi zämä

@kili2010: Jetzt! ;-)

@Martin: Ja, das hat es definitiv!!!

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 09 Mar. 2015 09:44


Meine Tasche auf seinem Kopf liess mich auch erahnen weshalb er so aufgebracht ist! ;-)
Offenbar hätte der uns begleitende Träger meine Tasche tragen sollen!!!
Und ich hab gedacht dass meine Tasche schon vor mir unterwegs nach unten ist!
Augusto hat mir dann auf Nachfrage hin erklärt dass einer der Träger unten bleibt und der Andere morgen wieder rauf gehen soll, Vollbepackt mit frischen Esswaren!!!
...
Frische Esswaren??? :-O
...
Na toll!!!
OBERTOLL!!!
Wenn das möglich ist und ich das gewusst hätte hätt ich doch gleich oben bleiben können!!!
GRMPFL!!!
Warum sagt mir das keiner???
Nochmals GRMPFL!!!
Aber jetzt von 3125müM. zum Barafu-Camp auf 4600müM. rauf wäre auch für meine wieder erstarkten Beine zu viel...
...vor allem wenn man bedenkt dass es am folgenden Tag zum Gipfel auf 5895müM. gehen wird!!!
Und den Abstieg hab ich ja auch schon in den Knochen!!!
Nun bin ich nicht mehr melancholisch sondern richtig schlecht gelaunt...
Ich wills aber die beiden nicht spüren lassen, denn es bringt nichts und die Guides haben wohl die Situation mit meiner
Krankheit doch nicht ganz geraft...aber dann war das histaminarme Essen nur Zufall?
Wir gehen weiter runter, der Wald beginnt gleich hinter dem Camp...
Meine Gedanken kreisen...
Mein Adrenalin steigt...
Ich bin auf 180...
...mindestens!!!
Warum hat mir das niemand gesagt als ich noch oben war???
Ich wär definitiv aufgestiegen!!!
Ich hatte ja keinerlei Probleme mit der Höhe, keine!!!
Innerlich kochend geh ich halb rennend weiter runter, der Träger und Augusto können mir nur mit Mühe folgen...
Nach etwa einer dreiviertel Stunde auspowern beruhige ich mich wieder soweit dass ich den wunderschönen Wald wieder
etwas geniessen kann und einige Fotos schiesse.
Der Träger und Augusto schliessen auch wieder zu mir auf...
Wir machen eine kleine Pause und essen den Inhalt der Lunchbox, dann gehts schon wieder weiter...



Oben: Vor lauter Wut übersehe ich den wunderschönen Wald beinahe...



Oben: Augusto, der Träger und meine Tasche...jetzt halt ich die beiden wieder mit meinen Fotopausen auf...



Oben: Fantastisch, der Urwald!



Oben: Ich kann mich kaum satt sehen...



Oben: Ein nichtspringendes Springkraut...müsste ein Impatiens Kilimanjari sein...



Oben: Violette Blume...keine Ahnung was das genau ist...auch ‘meine‘ Expertin konnte nicht helfen...



Oben: Dürfte wieder eine nur am Kili wachsende Pflanze, das Elefantenkraut (Impatiens kilimanjari - Kilimandscharo-
Springkraut) odrr so sein




Oben: Kleiner Bachlauf schon ziemlich weit unten...ca. 2600müM...

Einige wenige Porter kommen uns entgegen, immer einzeln, wohl um frisches Essen rauf zu bringen...
Vermute ich, denn um nicht zu explodieren frag ich nicht nach...
Einzig einer hat was auf dem Kopf das garantiert nicht essbar ist: Ein Kilimanjaro-Rettungsgestell mit Rad wie auf der
folgenden Aufname eins zu sehen ist...
Mir tut der Kopf schon weh wenn ich den Kerl nur sehe wie er das Riesenteil auf dem Kopf balanciert!!!
WAHNSINN!!!
Ich würd den wo irgend möglich hinter mir herziehen, aber sicher nicht das Teil tragen!!!



Oben: Unten angekommen am ‘Abholplatz‘ auf 2005müM wartet schon ein Rettungswagen auf uns...aber ich werde nicht damit sondern mit einem Land Cruiser zum Gate transportiert... ;-)

Wir warten eine gute halbe Stunde, während der ich zufällig rausfinde wie ich mein Objektiv auf Makro umschalte...Aha!
So also...
Aber die Aufnamen die ich dann im Makrobereich gemacht habe sind definitiv nicht berauschend geworden.
Wir sitzen auf einen riesigen alten umgefallenen Baum und warten wortlos, während um uns herum Insekten fliegen und sogar ein Black-White-Colobusaffe schreiend rumturnt..
Nun sehe ich aber noch dass sich an meinem rechten Schienbein im Zentrum des Fleckens die Haut ablöst und das blanke Fleisch zu sehen ist!!!
Das hatte ich definitiv noch nie!!!
Scheisse!!! So was schockiert doch ein wenig!!! :-O
OK, Bluten tuts nicht, es ist komplett trocken...
...also das Bein wieder mit der Hose bedecken...
Ich hänge in Gedanken der Tour nach und beschliesse nochmals zukünftig keine Touren über drei Tage ohne frisches Essen mehr zu machen, es geht mit der Histaminintoleranz einfach nicht, so traurig das ist.



Oben: Die von uns gegangene Machame-Route mit Höhenprofil.
{Mit Erlaubniss des Admin‘s des
}

Der Landcruiser ist schon von Weitem zu hören, wir steigen ein, zwei Träger klettern in den Kofferraum, wobei ich keine
Ahnung habe woher der zweite Träger kommt...
...und schon fahren wir langsam runter zum Gate.
Dort angekommen darf ich mich austragen, inkl. Grund des Tourabbruchs, und schon steht ein Auto von Kilimanjaro Active Tours da, das uns nach Moshi zum Büro bringt.
Ich bin nicht mehr schlecht sondern wieder melancholisch gelaunt, schaue raus, hab immer wieder Bilder der Tour und der Drei Mitreisenden vor Augen, selbst einige Tränen kullern runter...
Es ist deprimierend die Tour so zu beenden!!!
Vor allem da es ja eigentlich nicht nötig gewesen wäre sie zu beenden...wenn ich das mit dem frischen Essen gewusst hätte!
Bringt nichts...
Im Büro angekommen begrüsst mich der Chef, Romel Mosha, und lässt mich hinsitzen.
Dann bespricht er sich mit Augusto auf Suaheli, ich höre dass gesagt wird dass ich nach Usa River gehe für die nächsten Tage.
Romel erklärt mir als nächsts dass bisher alles im Preis inbegriffen ist und ich ab sofort alles selbst bezahlen müsse...
Hmmm...
Ein ‘Gute Besserung, können wir noch was für Sie für die nächsten Tage organisieren?‘ wäre vieleicht besser gewesen als
sofort klarzustellen was sowieso schon klar war...
So hat er in mir das Gefühl geweckt dass er sich nicht für die Klienten sondern ausschliesslich fürs Geld interessert...
Dass ich nicht drei Tage im Hotel geschenkt bekomme ist mir genauso klar wie dass die Guides, Porter usw. trotz meines
Abbruches ihr Geld bekommen müssen...
Lediglich die drei Tage weniger Nationalpark-Permit würde ich noch geltend machen wollen, aber das hab ich im Büro
noch nicht realisiert...
Romel eröffnet mir dass ich mit dem Fahrer, der uns schon vom Gate zum Office gebracht hat, für 60$ nach USA River gefahren werde, worin ich mit dem Wissen dass das Taxi für die Strecke um die 50$ kostet, einwillige.

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 10 Mar. 2015 21:14


Schon bald düsen wir los, das Auto ist voll gefüllt mit Portern, dem Fahrer, einer Büroangestellten, Augusto und mir, wir fahren durch halb Moshi und laden die Leute an diversen Orten ab bis nur noch der Fahrer, Augusto und ich übrig sind, dann gehts endlich ins Mountain Inn, wo mein ‘Nicht-Berg-Gepäck‘ auf mich wartet.
Anschliessend düsen wir los in Richtung Usa River, also in Richtung Arusha.
Es ist heiss...richtig heiss...
Heute morgen rieselte noch Eis auf mich runter, jetzt hat‘s gut 35°C...
Ich erkläre dem Fahrer anhand der SMS-Wegbeschreibung von Johannes dass er in Richtung Arusha Nationalpark fahren soll, direkt in Richtung Momella Gate.
Bei dem Abzweiger verlässt uns Augusto, denn er wohnt in Arusha und fährt die letzten Kilometer mit dem Daladala bzw. Matatu.
Nach einer grossen Baustelle sehen wir rechterhand ein Schild mit der Aufschrift ‘Poultry Farm‘, direkt vor einem Fussballplatz, da müssen wir rechts abbiegen.



Oben: Vor diesem Fussballfeld rechts der Strasse zum Gate des Arusha Nationalparks geht die Piste zum [url] "Our little House", ein familiäres Guesthouse von Happy und Johannes Schiemann (klick mich)[/url], weg.

Wir folgen der holprigen Strasse etwa einen Kilometer, bei einem Abzweig weise ich den Fahrer mehr hoffend denn wissend an geradeaus zu fahren und nicht rechts abzubiegen wie er wollte, und schon bald finden wir uns in einem Stau, gebildet aus zwei Autos... ;-)
Da hat einer sein Auto halt nicht auf dem Parkplatz sondern mitten in der schmalen Strasse parkiert! :-D
Die im Schatten sitzenden Frauen bemühen sich gemütlich den Fahrer zu finden, der bemüht sich ebenso gemütlich das Auto wegzufahren und schon gehts weiter! ;-)
Nach weiterern 10 Metern seh ich endlich das von Johannes beschriebene Zebra-Tor linkerhand!



Oben:Wenn man nach etwa 1 km Geradeausfahrt auf der linken Seite dieses Tor erreicht drückt man auf die Hupe und
schon eilt jemand vorbei um das Tor zu öffnen...und schon ist man bei Johannes und Happy!


Drinnen angekommen geb ich dem Fahrer seinen Tipp und schon kommt Johannes auf mich zu!
Schön ihn endlich mal ohne Computer dazwischen erleben zu können!
Ich erhalte Haus Nr.1, direkt neben dem Haupthaus, wo Johannes und Happy mit den Kindern wohnen.
Ich geh erstmal unter die Dusche, ich stinke sicherlich wie ein Iltis!!!
Anschliessend wird mal etwas umgepackt, Fotos gesichtert, mich ausgeruht...und eine Coke aus dem Kühlschrank genommen und genüsslich getrunken!!!
Das erste Mal was anderes als Wasser, The oder Instant-Kaffee seit dem Beginn der Kilitour!!!
Und die Coke schmeckt!!! :-D
Zufällig entdecke ich eine neue App im iPhone, klicke sie an und was seh ich da?



Oben: Die Überwachung ist total! Mein iPhone hat alles aufgezeichnet ohne dass irgendeine App eingeschaltet war!!!
(Printscreen vom 27.01.2015)


Soso, über 15‘000 Schritte hab ich also im Durchschnitt gemacht, maximal 26‘874 pro Tag...nicht schlecht!!!
Nach dieser Weltverändernden Erkenntniss geh ich mal zum Johannes rüber, wir setzen uns hin, trinken was zusammen und plaudern über Gott und die Welt!
Sympatisches Kerlchen!
Irgendwie hatte ich immer den Eindruck dass er etwas älter ist als ich, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen dass er gleich alt ist wie mein Vater!
So kann man sich irren!
Der Nachmittag verfliegt schnell, Johannes kocht das Abendessen, alles mit frischen Zutaten und sehr lecker!
Die beiden Kleinen, Christian und Johannes jun. sind natürlich auch am Tisch und (noch) ganz scheu... ;-)
Wir plaudern noch etwas weiter und so um 22:30 gehts langsam ins bequeme Bett, gute Nacht!

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 12 Mar. 2015 07:13


Tag 10: Es wird mit aller Kraft erholt!

Guten Morgen!
Hab gut geschlafen und meine Wunde am Bein heilt schön, es hat sich schon ein Häutchen gebildet!
Toll, mein Körper funktioniert offensichtlich noch! :-D
Gemütlich aufstehen, dringliche Geschäfte tätigen und ab zum Frühstück!
Johannes hat den Tisch mit allerlei Brötchen, Confitüre (sehr lecker), Kaffee, Fleisch, Käse und und und gedeckt...
...für die Eier kommt seine Haushaltshilfe und nimmt die Bestellung auf.
So lässt sich der Tag beginnen! :-D
Auch heute plaudern wir wieder viel, auch über die Bezahlung...die leider nicht per Kreditkarte möglich ist.
Und Johannes will das Geld!!!
;-)
Also fahr ich mit Johannes mit, er muss einige Einkäufe machen und ebenfalls zur Bank.
Das Limit am Automaten der Bank an Usa River‘s Hauptstrasse sind 400‘000 TSh pro Aktion, keine Ahnung obs auch ein
Tageslimit gibt...
Noch etwas an Getränken einkaufen und schon gehts wieder zurück nach Hause.
Eine SMS von Lucy kommt rein, offenbar hat‘s ihn im Camp mit der Höhenkrankheit erwischt so dass er ins Millenium-Camp
absteigen muss.
Und er schreibt dass Axel und Bianca zwar auf dem Gipfel waren, aber die Kraterbegehung und natürlich auch die Kraternacht
abgesagt haben und ebenfalls auf dem Weg ins Millenium-Camp sind...
Oha!
Dabei hat sich vor allem Bianca so auf die Kraterbegehnung gefreut...



Oben: Die kleine lauschige Laube vor dem Essraum...



Oben: ‘Mein‘ Häuschen von aussen...



Oben: ‘Mein‘ Schreibtisch in ‘meinem‘ Häuschen.
Die Herkunft des Raumausstatters ist nicht zu übersehen! ;-)
Aber ein bequemes Bett, ein Kühlschrank, eine grosse Dusche, ein anständiges Klo,
eine (kleine) umgitterte Terrasse mit Moskitonetz...alles vorhanden!


Es ist ein ereignisarmer Tag, ich tu nichts ausser ausruhen, etwas plaudern, ohne Mittagessen gleich zum Abendessen und...
...zum Abschluss des Abendessens mit Johannes einen wirklich guten Rum geniessen!
Genau der richtige Tag und Ort um sich zu erholen, es geht mir schon deutlich besser als am Tag davor...
...sicher auch dem wieder frischen Essen ‘geschuldet‘!
Schon ist‘s wieder Zeit ins Bett zu gehen, gute Nacht!

Gruss

Picco

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daudigaudi



Kilimanjaro-Gelehrter
446 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 12 Mar. 2015 08:34


Hoi Claudio,

Ich verfolge den Bericht natürlich mit regem interesse ;-)

Zu dem Tageslimit an den Geldautomaten - es passen max. 40 Scheine in den Schacht, insofern ist das Limit bei den meisten Banken 400.000 (bzw bei Exim 350.000) - Tageslimit haben manche automaten auf 1 Mio. TSH - Wenn deine Karte damitmacht kannst du dann aber beim nächsten ATM weitermachen ;-)

Ich freue mich auf die Fortsetzung!

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Kilimanjaro-Gelehrter
306 Beiträge

RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 14 Mar. 2015 13:21


Tag 11: Der Rückfall und die Party...

Ui!!!
Das fühlt sich nicht gut an!!!
Schwindel, Blähungen, Durchfall, Temperaturschwankungen...offenbar ein Rückfall!
Da trifft‘s sich‘s gut dass ich nichts organisiert habe, denn heute werd ich viel rumliegen und versuchen zu schlafen!
Aber schon kommt ein SMS, wieder von Lucy, er schreibt dass sie heute schon zurück ins Mountain Inn gebracht werden...
...und dass die obligatorische Party mit den Guides, Trägern usw. wohl heute schon stattfinden soll...
...
Was???
...
Aber das können die doch nicht einfach so um einen Tag vorverschieben!!!
Vor allem da sie wissen dass ich weit weg bin und in einer anderen Lodge und drei Nächte gebucht sind und sowieso!!!
DAS GEHT DOCH NICHT OHNE MICH!!!
Und da rattert auch schon das iPhone los, morgens um viertel vor acht...
Romel ist dran, er ist aber kaum zu verstehen, die Verbindung ist schlecht...
Ich versteh nur was von ‘Party‘ ‘tomorrow‘ und schon ist die Verbindung unterbrochen...
Offenbar stimmts!
Ich schreib Romel eine SMS, dass ich doch was gebucht habe und die Party doch nicht einfach verschoben werden könne, er antwortet dass die anderen Drei heute schon runterkommen und die Party heute schon stattfindet...
Ich nerv mich massiv!
Ich wär doch so gerne bei der Party dabei gewesen, aber ich bin nicht bereit zwei mal 50$ fürs Taxi zu bezahlen, halb krank und mit Durchfall von Usa River nach Moshi und wieder zurück chauffiert zu werden nur weil jemand unbedingt die Party vorverschieben will!!!
MANN!!!
Für mich ist klar, und das geb ich dem Romel auch per SMS durch: Wenn die Party heute stattfindet dann ohne mich!
Keine Antwort von Romel...
Später stellte sich heraus dass das die Idee zwar von Seiten von KAT kam, Bianca, Lucy & Axel aber entschieden haben die Party heute zu machen damit nicht alle Träger, Guides und auch sie selbst wieder zum Büro reisen müssen.
Also hab ich die Abstimmung 3 zu 1 verloren...die Komunikation war schlecht, aber einen Mehrheitsentscheid akzeptiere ich als guter Schweizer natürlich auch dann wenn‘s schwerfällt.
Was ich aber nicht akzeptieren kann ist wie es zu dem Entscheid kam!
Am Vortag, noch am Berg, wurde das schon diskutiert und die Drei haben Mohamed gesagt dass sie mich dabei haben wollen.
Offenbar wurde ihnen später gesagt dass ich nicht zu erreichen war...
Auch unten im Büro hat KAT informiert dass sie mich nicht erreichen konnten, dabei hat Romel ganz klar meine erste SMS schon vor 08:00 Uhr beantwortet, also deutlich bevor die anderen Drei im Büro gewesen sein können!
Und dass er das darauffolgende SMS nicht erhalten haben soll glaub ich schlicht nicht!
Das erste schon, das direkt darauf Folgende nicht?
Wohl kaum...und darin stand ja genau dass die Party ohne mich stattfindet wenn sie heute durchgeführt wird!
Also wusste KAT ganz genau was Sache ist!
Auch wurde gesagt dass die Sekretärin versucht habe mich telefonisch zu erreichen, ich kann dazu nur sagen dass mein iPhone die ganze Zeit des Vortages wie auch dieses Tages eingeschaltet war und Empfang hatte und nebst Romels Anruf nur ein einziges Telefonat an den zwei Tagen reingekommen ist, nicht aus Tansania sondern aus der Schweiz, geschäftlich!
Und schlecht kann der Empfang nicht gewesen sein denn das geschäftliche Gespräch war glasklar!
Übrigens von genau jener Stelle aus wo ich die ganze Zeit war...
Ich weiss was ich darüber zu denken habe...und in der Situation der anderen Drei hätt ich mit den Infos sicher auch so entschieden wie sie.

Ich geh mal zum Essensraum rüber, wo Johannes soeben mit frischem Brot einmarschiert.



Oben: Frühstück bei Johannes...

Nun gibts Frühstück, auf‘s Mittagessen verzichte ich auch heute freiwillig, und bis zum Abendessen dös ich die
meiste Zeit gemütlich vor mich hin und versuch mich zu erholen...
Mein Körper brauchts offenbar!
Blutdruck ist am Boden, Puls hoch, die Tempertur springt lustig zwischen 34,2°C und 37,5°C hin und her...
Nur langsam normalisiert sich der Zustand...
Aber etwas hats dann doch noch gegeben an diesem Tag, nämlich ein Widersehen mit Augusto, dem Guide der mit mir runterging!
Er hatte den Auftrag mich abzuholen und mit dem Daladala (=Kleinbus-Sammeltaxi) nach Moshi zu bringen...
Er ist ja ein lieber Kerl, aber ich hab ihm gesagt dass ich Romel klar durchgegeben habe dass die Party entweder zum ursprünglichen Termin oder ohne mich stattfindet und ich nicht mit dem Daladala nach Moshi reise!
In ein Daladala (in Kenya als ‘Matatu‘ bekannt) bringen mich keine zehn Pferde!!!
Nicht bei der Fahrweise die man bei denen grossteils sieht, dafür leb ich zu gerne!
Erst recht nicht wenn ich krank bin...
Wir haben dann noch kurz etwas gequatscht und uns verabschiedet...
Nach dem Abendessen nochmals einen guten Rum mit Johannes zusammen und schon gehts wieder in Richtung Heia-Bettchen!
Gute Nacht!

Gruss

Picco

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piccobietet



Kilimanjaro-Gelehrter
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Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 15 Mar. 2015 09:23


Tag 12: Bruzzel-Bruzzel...

Schon früh rappelt das iPhone, denn heute fährt mich Johannes nach Moshi!
Ich fühl mich wieder gut und meine Wunde ist innerhalb des Fleckes kaum mehr zu sehen...zum Einen weil der Fleck recht dunkel ist, zum Anderen weil die Haut über dem Fleisch schon erstaunlich fertig aussieht!
Ich staune...bin aber echt froh dass es da offenbar keine Entzündung gab!!!
Duschen (Natürlich mit abgedeckter Wunde, was glaubst Du denn???), anziehen, packen, dann wird gefrühstückt, dann werden die beiden Jungs eingepackt, denn die müssen davor noch zur Schule gefahren werden.
Um pünktlich zu sein müssen wir um 07:30 los...
Ebenfalls dabei ist Jessica, zum Glück, wie sich noch herausstellen wird...und sie macht dem Gerücht dass man auf Frauen immer warten muss alle Ehre...die Haare wollten nicht wie sie wollte... ;-)
Auch ein Grund weshalb ich meine Haare nicht style... :-D
Zuerst werden die beiden Jungs zum Schulbus beziehungsweise zum Schulhaus gefahren, dann düsen wir los in Richtung Moshi.
Die Strecke dauert ewig, es sind gut 70km, davon ist nur die Hauptstrasse in gutem Zustand, aber auch da hat‘s ‘Bumper‘ als Massname gegen schnelles Fahren.



Oben: Auf der Fahrt von Usa River nach Moshi schaut er so harmlos aus...

Wir benötigen ab der Schule eine gute Stunde bis wir in Moshi sind, und dann...
...ja, dann...
Geb ich falsche Anweisungen für die Route!!!
ICH!
Ich, der ich normalerweise beinahe alles wiederfinde, finde die Lodge nicht!!!
HILFE!!!
...
Und die Hilfe kommt von hinten...in Form von Jessica‘s Einwand, denn sie weiss noch wodurch sie vor Tagen mit Sikoyo gefahren ist!
Zu meiner Ehrrettung muss ich aber schon sagen dass wir davor nie direkt von der Lodge in Richtung Usa River gefahren sind...
...lediglich als ich ankahm vom Flughafen her, aber da war‘s dunkel...
Und natürlich finden wir die Lodge, die aber ziemlich weit weg vom Stadtzentrum in Richtung Kenyanische Grenze liegt...
Johannes witzelt schon dass wir bald die Grenze passieren, ich witzle zurück dass ich Pass und Visa dabei hab...
Und schon stehen wir in der Seitenstrasse zur Lodge!
Wir fahren also rein, steigen aus und ich geh schon mal zur Rezeption um mich anzumelden.
Noch während ich mich anmelde kommen Axel, Lucien und Bianca dazu und es wird wieder geplaudert und Infos ausgetauscht.
Sicher eine halbe Stunde lang haben wirs lustig zusammen, bis Jessica und Johannes wieder gehen müssen.
Noch mal kurz verabschieden, es war schön in Happy‘s & Johannes‘ ‘Our little House‘ (klick mich), auch wenn ich Happy leider nicht kennenlernen konnte, da sie mit Kundschaft auf Tour war.
Wir andern hüpfen ins Restaurant, plaudern ein wenig, ich pack mein Zeug ins Zimmer, anschliessend wird der Pool geentert
und nicht nur Wasser-, nein, auch Luft- und erst recht Sonnengebadet!
HERRLICH!!!
Dummerweise merken wir alle viel zu spät dass die afrikanische Sonne und die europäische Haut beim Zusammentreffen schnell
mal rot ergibt!



Oben: Entspannung am und im Pool...mit zu wenig Sonnencreme bei allen!!!

Uiuiui...zu dem Zeitpunkt haben einige Rücken schon von weiss zu rot gewechselt... :-(
Und nun wirds Zeit um mal den Garten der Lodge anzuschauen:



Oben: Pentas sp. gehört in die Kaffeefamilie, Rubiaceae...was auch immer das genau bedeuten mag...



Oben: orange, könnte eine Cleome aus der Kapernfamilie sein, doch bin ich nicht sicher...und ‘meine‘ Expertin leider auch nicht...
...irgendwie fällt es mir schwer zu glauben das diese Pflanze irgendwas kapern könnte, also das mit der ‘Kapernfamilie‘ stimmt nicht sicher...
Kann jemand helfen?




Oben: Noch eine Pentas sp., gehört noch immer in die Kaffeefamilie, Rubiaceae



Oben: eine Commelina sp.



Oben: Könnte eine Tecomaria capensis sein...



Oben: Die Gartenanlage neben dem Pool...



Oben: Lantana trifolia - einheimisch.
Gleiche Gattung wie das Wechselroeschen, das hier in gelb und orange eingeführt wurde und sich rasend schnell verbreitet.




Oben: Callistemom citrinus, eingeführt aus Neuseeland.
Die Blüten dieses Busches hängen wie Flaschenputzer runter, was ihm seinen englischen Namen gegeben hat: ‘Bottlebrush Tree‘




Oben: Offenbar ein Exot, wohl auch als Touri in der Lodge am Ausspannen..



Oben: Mein Zimmer



Oben: Blick zum Klo...



Oben: ...und Blick vom Klo...

Wir hängen den ganzen Tag noch etwas rum, Romel kommt um seine Bewertungen abzuholen (zu dem Zeitpunkt hab ich noch nicht
gewusst was da betreffend Party genau abgegangen ist, ich habe nur schlechte Laune mit ihm weil die Party am Tag davor
statt heute stattfand und er nicht antwortete...er zeigt auch keine Freude mich zu sehen...ich hab die von den anderen
Dreien ausgefüllte Bewertung aber doch unterzeichnet...wenn ich damals schon mehr gewusst hätte wäre es eine ganz andere
Bewertung geworden!!!),
und schon bald ist Abend...
Schon kurz nach dem Abendessen gehts ins Bett, zur letzten Nacht in Tansania für diese Reise, denn morgen früh um sechs
düst unser Flieger hoffentlich mit uns nach Nairobi!
Gute Nacht!

Gruss

Picco

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Geändert von - Detlev - am 19.Mar.2015 18:44
 
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Kilimanjaro-Gelehrter
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Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 16 Mar. 2015 15:31


Tag 13: Lange Reise in die Mara...oder doch nicht?

Um 03:00 Uhr müssen wir los...und nach Mitternacht kommt eine sehr laute Truppe in die Lodge...danke!!!
Na ja, im Gegensatz zu anderen hab ich ein wenig geschlafen...
Um 02:00 beginn ich zu packen, geh zumindest für diese Reise ein letztes Mal in Tansania aufs Klo und geh kurz vor drei Uhr nach vorn zur Rezeption...
Axel kommt mir schon entgegen, ich bin offensichtlich der Letzte...dass diese Luxemburger und Deutschen auch immer überpünktlich sein müssen, tststs...
Da seh ich als Schweizer ja richtig alt aus dagegen...
Das Auto ist auch schon da, also rein mit dem Gepäck und uns und ab durch die warme Nacht zum Flughafen!
Am Flughafen zeigt sich dass nebst uns, einigen anderen Touristen und den Wachleuten noch niemand da ist...
Gähnende Leere auf jedem Platz der Angestellten...
Wir füllen schon mal die Ausreiseformullare aus und stellen unsere Taschen dorthin wo wir vermuten dass die Ticketausgabe
stattfinden wird...vieleicht...wenn denn jemand kommt...
Keine Ahnung mehr um welche Zeit, vieleicht etwas vor 05:00 Uhr erscheinen dann plötzlich drei Angestellte, die doch tatsächlich beginnen die Tickets auszustellen und das Gepäck entgegenzunehmen!
Man staunt!
Alles geht, wie es sich für diese Zeit gehört, sehr, sehr langsam...wirklich sehr, seeeeeeehhhhhhhhr langsam...
...wenn nicht sogar noch langsamer...
Die Taschen haben zum Teil ziemlich Übergewicht, aber alle zusammen sind leichter als alle zusammen sein dürfen...
...und so stellen wir auch alle Taschen gleichzeitig auf die Waage, was problemlos angenommen wird... ;-)
Es dauert und dauert, aber irgndwann hab auch ich unsere vier Boardingpässe in der Hand!!!
Und los gehts durch die erste Passkontrolle, wo ein griesgrämig dreinblickender Beamter in seinem Kabinchen sitzt und die Fingerabdrücke, die Pässe und unsere Gesichter kontrolliert und befindet dass wir das Land verlassen dürfen!
Halleluja!!!
Wir gehen direkt zu den nächsten Sitzplätzen, da das Restaurant noch geschlossen ist.
Von dort haben wir die soeben passierte Sicherheitskontolle schön im Blickfeld...
...und da latschen Leute einfach so durch!
:-D
Geradeaus durch, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne dass der griesgrämige Beamte sich die Leute anschaut!
Wer hier also sicher ausreisen will muss sich schon selbst anstellen, sonst wird er nicht kontrolliert!!!
:-D
Herrlich, Afrika live!!!
Nach einiger Zeit gehts dann weiter durch die Handgepäckkontrolle und den Metalldetektor in die Wartehalle, erstaunlicherweise
kann ich auch hier mit meinen Bergschuhen durchlatschen.
Das hat mich schon in Zürich und Nairobi gewundert, aber offenbar haben meine Schuhe kein Metall drinn...erstaunlich!
Und schon bald gehts in den Flieger rein, wie immer am Kilimanjaro Airport erst mal zu Fuss zum Flieger und dann rein.
Plötzlich geht alles sehr schnell!
Der Flieger, der um 06:00 starten sollte, fährt um 05:40 Uhr los und startet um 05:49 Uhr!
Das hab ich auch noch nicht erlebt!
11 Minuten zu früh gestartet!
Sachen gibts, die gibts nur in Afrika! :-D
Draussen ist‘s noch sehr dunkel, die Scheiben sind dreckig und zerkratzt, am Horrizont sieht man erste Anzeichen dass es bald mal Tag wird...
...und den Kili?
Den Kili sieht man nur als grossen Schatten auf der rechten Seite!
Wir sind etwa 10 Minuten zu früh um einen grandiosen Sonnenaufgang mit dem Kili im Vordergrund zu erleben!
Von Ol Doinyo Lengai sieht man überhaupt nichts, stockdunkel auf jener Seite!
Nach einiger Zeit dreh ich mich dann doch noch um und kann einige Bilder durch die zerkratzte, dreckige Scheibe machen...



Oben: Der Kili hat noch die Morgenröte im Gesicht...

In Nairobi gelandet sind wir recht schnell durch die Zollabfertigung, ich kann mit meinem Single-Entry-Visa auch ein zweites Mal einreisen, die anderen Drei haben die ausgefüllten Formullare ja auch dabei und sind zum Teil sogar noch schneller als ich da durch geschlüpft!
Trotz Fiebermessung wegen der Ebolaepidemie...
Das ging echt schnell, Kompliment, Nairobi Airport!
Aber das Gepäck lässt auf sich warten...
So haben wir schön Zeit für die erste Klobesichtigung in Kenya und auch für die Feststellung dass schweizer Fränkli aufgrund der am 15.01.2015 beendeten Ankoppelung des Frankens an den Euro und der daraus resultierenden Kursunsicherheit nicht gewechselt werden!
Na ja...meine Dollar sollten reichen, aber es werden wohl nach dem Trinkgeld für den Fahrer nicht mal mehr 50$ übrigbleiben wenn ich nicht noch irgendwo mit der Kreditkarte bezahle...
Und plötzlich, TATATAAAAA, kommt unser Gepäck lässig uns Eck geschlingert!
Wir also schnell raus, wobei sich eine Zollbeamtin dann noch für mein Gepäck interessiert, es dann aber doch nicht behalten möchte.
Schon stehen wir draussen und sehen Schwärme von Fahrern die hier Touristen abholen!
Also geh ich die ganze Bande von vorne nach hinten, von hinten nach vorne, wieder nach hinten, doch noch mal nach vorne ab...
...und meine im falschen Film zu sein!
NIEMAND HAT EIN SCHILD MIT MEINEM NAMEN ODER DEM NAMEN DES SAFARIUNTERNEHMENS!!!
Und gleich noch drei Ausrufezeichen: !!!
Shit, hat der sich nur verspätet oder sind wir einem Betrüger aufgesessen?
Immerhin kennen wir ihn nicht wirklich, nur per eMail, und haben den Grossteil des Geldes vorab überwiesen!
Klar hab ich einen noch unbezahlten vierstelligen Betrag dabei, aber die überwiesene Summe ist nicht wenig!
Ich mach mir echt Sorgen!
Schon rechne ich mir aus was wir sonst noch alles machen können fals er nicht kommt...
Haben wir uns von der wirklich perfekten und sehr sehr schnellen Arbeit von Raphael in die Irre leiten lassen?
Wir haben Vertrauen in ihn geschöpft, vor allem weil er zu jeder Zeit immer sofort und kompetent geantwortet hat...
Und jetzt steht er nicht da!!!
Nach wenigen Minuten des Wartens und hoffens dass er bald aufkreuzt nehm ich das iPhone hervor und ruf ihn auf die Büronummer an...
...ring-ring...ring-ring...
Und plötzlich eine Stimme!!!
Leider eine vom Band, die mir auf Suaheli erklärt dass die Nummer unbekannt sei!!!
:-O
Mir bleibt der Mund offen stehen...ich glaubs nicht!!!
Und natürlich versuch ich‘s auch aufs Mobile, und da...
...
...DASSELBE IN GRÜN!!!
Scheisse!!!
Mir schwirrt ein Lied durch den Kopf, und das gefällt mir gar nicht...denn es schwirrt mit leicht abgeändertem Text da durch...ein Lied von DÖF aus den Achzigern...
"I steh in der Hitzn und wart au da Draiver abrr er kumt ned (kumt ned, kumt ned, kumt ned)
i woart auf das Brummen vo am Toyota Diesel abrr s brummt ned (brummt ned, brummt ned, brummt ned)
di Dame vom Band di sagt zu mir: "Die Telefonnummer ist ned verfügbar hier!"

:-O
HILFEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!!!
Sind wir jetzt gestrandet???
Ich überlege schon was wir nun machen, ob uns Elvira von Bushtrucker Tours (klick mich) aus der Patsche helfen kann oder wie oder was...
Ich geh etwas umher, schau mir nochmals die Schilder an, fordere jeden auf mir sein Schild zu zeigen...
...da kommt plötzlich ein sehr gepflegt aussehender Mann auf mich zu, etwas unsicher, doch als ich ihn anseh ist er sich scheinbar doch plötzlich sicher!
Er grinst mich an und entschuldigt sich für die Verspätung!
Es ist Raphael von East African Exotic Safaris (klick mich), der im Stau stecken geblieben ist...
OK...
Währen wir nicht zu früh gelandet hätten wir nur kurz warten müssen, insofern: Shit happens!
Wir gehen zum Auto, einem recht neuen verlängerten Land Cruiser HZJ79 mit der Aufschrift ‘Birdwatching East Africa‘...
...also ein zugemietetes Auto!
Kein Problem damit...
Der Fahrer nimmt sofort das Gepäck und beginnt es zu verstauen...normalerweise begrüsst man zuerst die Gäste...
Na ja, dann geh ich halt zu ihm hin und nachdem er fertig ist begrüsse ich halt ihn.
Er schaut mich mit grossen Augen an und sagt dass er Chege (Ausgesprochen ‘Tschege‘) heisst.
Wir nehmen Platz und er fährt los, rein in die verstopfte Stadt, während ich dem Raphael die restliche Zahlung bar überreiche.
Es dauert ziemlich lange in der Stadt...der Verkehr ist halt wie üblich in Nairobi recht stauend...
Wir laden Raphael aus, verabschieden uns und fahren in Richtung Stadtauswärts!
Ich frage Chege nach Wasser, da keines bei den Sitzen ist, er antwortet dass er das erst mal kaufen muss wenn er gleich zur Tankstelle fährt...
Hmm...ohne Wasser und mit leeren Tanks die Touris abholen???
Etwas fragwürdig...was ich Chege auch durchgebe!
Wir fahren also zur Tankstelle, er tankt, Axel und Lucy kaufen im Tankstellenshop (!!!) ein und ich geh zum Klo...
Dann endlich fahren wir los, aus Nairobi raus!
Immer wieder faszinierend ist wie die Gegend zwischen Nairobi und dem Aussichtspunkt am Grabenbruch aussieht...
...so gar nicht afrikanisch, beinahe wie auf einem geraden Teilstück des Flüälapasses...oder ist‘s der Ofenpass???
Erstaunlich!
Und irgendwann kommt man eben an diesen Grabenbruch, wo Aussicht weit und die Strasse steil abfallend ist...
Ein wunderschöner Ausblick!
Unten angekommen sind wir schon bald am Abzweig nach Narok...
...und werden von einem Soldaten angehalten!
Oha! :-O
Chege spricht mit ihm und fährt dann einige Meter in Richtung Narok bis zu einer Tankstelle, wo er das Auto parkiert und dann endlich sagt dass es in Narok irgendwelche Ausschreitungen gegeben habe und die Strasse dorthin gesperrt wäre!
TOLL!!!
Er steigt aus und sagt wir sollen bitte im Auto warten...
Wir sehen ihn rumtelefonieren, da sitzen, ins Handy tippen, telefonieren, weglaufen, reden...
...während das Auto in der Sonne steht, wir drinn sitzen und warten...
Langsam kommen die ersten unzufriedenen Bemerkungen dass Chege mal endlich Infos geben könnte...
Die Stimmung im Auto verschlechtert sich langsam, ich steig aus und schau mich nach Chege um, seh ihn nicht...
Wir stehen sicher schon mehr als eine Stunde nur da, ohne eine Info...
Die Bemerkungen werden unzufriedener, die Bemerkenden ebenfalls...und ich mach etwas, was ich vorher noch nie gemacht habe!
Ich nehm den Fahrer in Schutz!
Normalerweise bin ich derjenige der beim ersten kleinen Ding das mir nicht passt gleich mal den Tarif bekannt gibt damit es nachher klappt, aber diesmal nehm ich ihn in Schutz mit der Aussage dass das für Ihn auch eine ungewohnte Situation ist und er dementsprechend überfordert ist damit und wir ihn nicht noch mehr unter Druck setzen sollten...
...
Wenn ich gewusst hätte wie sich alles danach entwickelt hätt ich ihn da schon ‘in den Senkel‘ gestellt, wie‘s die anderen Drei ja wollten!
Aber nein, ich muss ja Frieden stiften...ich Depp!
Irgendwann sieht Axel Chege wieder und spricht ihn an ob er irgendwelche Infos habe...
Und...
...
...Chege hat!!! :-)
Öffenbar wurden zwei Masai-Politiker wegen Korruptionsverdacht inhaftiert, was die Bevölkerung der Masai-Stadt Narok dazu veranlasste die Strassen zu blockieren und Diverses anzuzünden!
Und: Es hat mindestens zwei Tote gegeben bei diesen Ausschreitungen!!!
Später ist dann von bis zu 5 Toten die Rede...
...
Uiuiui, unser Kenya-Teil des Urlaubes beginnt ja fröhlich, judihui!!!
:-(
Nach vielen Telefonaten ist dann mal Raphael drann, Chege gibt mir das Telefon und Raphael schlägt uns vor dass wir eine Nacht am Lake Naivasha verbringen, ohne Aufpreis.
Da wir zwar die Lodge bei der Mara gebucht haben aber einen Tag weniger in der Mara sein werden sparen wir so den Parkeintritt,
das reicht um in eine günstige Lodge zu gehen!
Sollte sich nun jemand wundern dass ich noch betone dass es ohne Aufpreis ist dem sei gesagt dass Raphael genausowenig für die Situation kann wie die Betreiber der gebuchten (und bezahlten) Lodge oder wir...dass Raphael so ehrlich ist
und das von sich aus sofort so vorschlägt spricht dafür dass wir den richtigen Touroperator gewählt haben!
Wir fahren also wieder...endlich!!!
Nach einer erstaunlich langen Fahrt kommen wir um etwa 14:00Uhr im ‘Fish Eagle Inn‘ an und können uns endlich an den Tisch setzen und etwas essen!
Denn wir haben seit gestern Abend ja noch nichts gegessen...ausser einigen Keksen und so Zeug die Axel (wer denn sonst wenn‘s ums Essen gehts?) an der Tankstelle in Nairobi gekauft hat.
Und was macht das Essen?
Es lässt sich bestellen, kommt und schmeckt! :-D
Und es tut soooooooooo gut!!!
Erst nach dem Essen beziehen wir die Zimmer, wäre die Reihenfolge anders gewesen wären wir wohl auf dem Rückweg zum Restaurant elendiglich verhungert!!!
Die Zimmer die wir bekommen sind zwar klein und dunkel, aber Zweckmässig und sauber!
Einzig meine Kameraeinstellungen sind nicht so zweckmässig...
...ich vergess noch immer dauernd dass ich nicht im Automatikmodus fotografiere...
Und so kann ich halt nur wirklich miese Fotos anbieten, die vor der Bearbeitung recht speicherfreundlich platzsparend weil beinahe schwarz sind...



Oben: Das Bett! Unverkennbar!



Oben: Das Zimmerinterne Büro...



Oben: Klo, Dusche, Lavabo...weder von Links nach Rechts noch umgekehrt!



Oben: Das Restaurant...mit echt brauchbarer Küche!
Hat alles sehr gut geschmeckt!




Oben: Der Pool...



Oben: Links gehts zu unseren günstigen Zimmern, geradeaus zu den teurerern Zimmern und rechts zum Massenschlag.



Oben: Unsere Zimmer




Geändert von piccobietet am 16.Mar.2015 15:36
 
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Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 17 Mar. 2015 14:05


Nachdem wir uns etwas hingelegt und die Lodge erkundet haben...
...hmm....war vieleicht auch in anderer Reihenfolge...
...gehen wir zur Rezeption und buchen eine Bootstour auf dem Lake Naivasha, was irgendwo um die 30$ kosten soll für eine Stunde.
Wir gehen also runter zum Wasser, das von viel Grünzeugs begrenzt faul daliegt und gehen über einen Steg, der auch schon mal besser ausgesehen hat zu etwas Länglichem, was wohl ‘unser‘ Boot sein wird.
Also setzen wir uns in dieses lange schwankende Etwas das da im Grünen liegt und bemerken dass unter dem Grünen ziemlich viel Wasser ist...
Kein Wunder: Das Grüne sind Wasserhyazinthen! :-D
Dementsprechend sind wir schon auf dem Steg übers Wasser gegangen...wer hätte gedacht dass ich auch mal übers Wasser gehen kann...
...damit wurden andere schon Weltberühmt! ;-)
Und los gehts!
Der Motor heult kurz auf und schon zeigt uns der Guide Vogel nach Vogel...
Es wimmelt von den Viechern!



Oben: Purpurhuhn, Porphyrio madagascariensis auf den eingefuehrten Wasserhyazinthen



Oben: Langzehenkiebitz, Vanellus rassirostris



Oben: Graufischer (Ceryle rudis)



Oben: Rallenreiher, Ardeola ralloides
Wie aufmerksame Beobachter vieleicht feststellen können gehört der Rallenreiher nicht zu den flugunfähigen Vögeln...
...wenn auch seine Flughöhe etwas gar niedrig zu sein scheint...




Oben: ...und auch Meister Kormoran versucht sich als Pilot...



Oben: ...während seine Kollegen gemütlich auf einem ziemlich dürren Bäumchen sitzen!



Oben: Wunderschön, der Papyrus...



Oben: Und jetzt bitte etwas Andacht, denn wir sehen einen Heligen Ibis, Threskiornis aethiopicus!



Oben: Oha!
Muss wohl auch mal sein...




Oben: Blaustirnblatthuhn oder Jacana, Actophilornis africanus

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
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Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 18 Mar. 2015 07:15




Oben: Er fischt nicht, er reihert!
Also ist es kein Graufischer sondern ein Graureiher, Ardea cinerea!




Oben: Weissbrustkormoran, Phalacrocorax lucidus und Riedscharben, Microcarbo africanus



Oben: Auch wenns so aussieht: Nein, der hat keinen Genickbruch, das ist ein Schlangenhalsvogel (Anhinga rufa),
die sehen so aus...




Oben: Eurpäische Rohrweihe, Circus aerughinosus (ein Zugvogel), Graureiher und ein Blaustirnblatthuhn, das momentan nicht scharf ist, hübsch vereint!



Oben: Mal wieder ein Graureiher, Ardea cinerea



Oben: Edelreiher, Mesopyx intermedia und Weissbrustkormorane. Wasshyazinthen und Papyrus



Oben: Und bitte wieder etwas Andacht, ein Heliger Ibis (Threskiornis aethiopicus) übt den Striptease und zeigt uns
schon mal die verstecktesten Federn...




Oben und unten: Europäische Rohrweihe, Circus aerughinosus, und was mir wohl niemand glaubt: ich hab sie im Flug erwischt...
...mit dem langen Objektiv bei je 156mm (KB=312mmm) plus 1,7-fach Konverter (KB=530mm), ca 1600 Pixel-Bildausschnitt!
Bin schon ein wenig stolz drauf diesen sehr schneller Flieger erwischt zu haben!!!


Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
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Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 18 Mar. 2015 19:52




Oben und unten: Ein- und Derselbe Rötelpelikan (Pelecanus rufescens), mal von hinten, mal von Vorne genommen.





Oben: Nein, das ist kein Glubschaugenvogel und auch kein Glubschaugenfisch sondern ein Hippo...mit Glubschaugen...



Oben: ...und Zähnen!!!



Oben: Beim Anblick dieses Gebisses zieht sich sogar der Graureiher (Ardea cinerea) zusammen!



Oben: Giant Kingfisher (Megaceryle maxima), sieht man auch nicht jeden Tag...



Oben: Malachite Kingfisher (Alcedo cristata)...schwirig zu fotografieren, da die kleinen Bastarde dauernd abhauen und das Papyrus schwankt wie die Sau!
GRMPFL!!!




Oben: Und schon ist die Stunde vorbei, es geht im Schnelltempo zurück!

Hat sich gelohnt, diese Bootstour, wunderprächtig wars!!!
Auch dank des tollen Guides!
...leider hab ich seinen Namen vergessen...
Auf jeden Fall wars viel, viel besser als in den Unruhen erschossen oder erschlagen zu werden...was ich mir übrigens beides
als eher nicht so angenehm vorstelle...
Nochmals etwas hinlegen, kurz ins Internet um eine Entwarnung betreffend der Unruhen ins Facebook zu stellen und schon ist
Zeit fürs Abendessen!
Auch das schmeckt uns sehr, was uns aber nicht so schmeckt ist die Tatsache dass Chege nicht auftaucht...
Nicht dass er ins Wasser gefallen wäre, nein, denn seit dem Mittagessen haben wir ihn nicht mehr gesehen...
Infos wären ja schon nicht schlecht...zum Glück hat sich Bianca seine Nummer geben lassen, so dass ich ihm eine Whatsapp-
Nachricht senden kann...
Ich schreibe um 20:43 Ortszeit ‘Hy Chege, here is Claudio. Do You have any news for us? Kind regards‘ und bekomme exact
10 Minuten später zur Antwort ‘Hi Claudio. Waiting for the 9 o‘clock news and the last few calls. But as at 6 pm today I
felt we should leave tomorrow morning at 0730hrs.‘
Nun ist mein Englisch zwar nicht das Beste, aber dass die Antwort eher ein ‘Vieleicht fahren wir, vieleicht fahren wir nicht‘ als eine klare
Ansage ist bemerk ich doch noch.
OK, denk ich mir, dann werde ich ja noch Infos bekommen ob wir morgen gehen oder nicht...
Auch ich schau mir die Nachrichten um 21 Uhr an, die Bilder von Narok sind echt furchteinflössend!!!
Mit brennenden Autos, Nagelbrettern, Bäumen usw. verbarikadierte Strassen, Menschen die anderen mit Macheten nachrennen
Soldaten die schiessen...es herscht Krieg in der Stadt durch die wir durch müssen!!!
Da mein Vertrauen in Chege schon etwas schwindet schreib ich Elvira, die Chefin von Bushtrucker Tours (klick mich),
an und frage sie ob sie was weiss.
Sofort kommt die Antwort dass seit kurzem die Strasse wieder offen ist.
Aus den Nachrichten weiss ich dass die zwei Politiker wieder freigelassen wurden und diese nun an vorderster Front der
Aufständigen stehen und mit der Regierung verhandeln...und solange verhandelt wird soll Waffenstillstand herschen...
Von Chege hören wir nichts mehr...
Wir beschliessen dass wir am Morgen um 07:30 abfahrbereit dastehen...und wehe Chege kommt nicht...
Schon früh gehts ins Bett, wir sind hundemüde, teilweise hatten wir eine Freinacht, teilweise zwei-drei Stunden Schlaf...
Aber seit 03:00 Uhr sind wir auf Reise...da darf man abends um halb zehn schon mal müde sein...
Gute Nacht!

Gruss

Picco

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Kilimanjaro-Gelehrter
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Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 19 Mar. 2015 18:15


Tag 14: Fahrt durch die Barikaden in die Mara...

Schon um 03:00 Uhr herum bin ich hellwach, da noch immer erhöhte Histamin hält mich davon ab lange zu schlafen...
Zeit um die Bilder zu sichten und auszusortieren!
Um 05:30 beginn ich mal zu packen, Geschäfte zu tätigen und zu duschen, um 06:30 wollen wir uns zum Frühstück treffen.
Wie nicht anders zu erwarten bin ich zwar pünktlich, aber wieder mal der Letzte! ;-)
Wir diskutieren die Situation betreffend Narok und auch das ‘sich nicht melden‘ von Chege...
Begeisterungsstürme hat er noch bei keinem von uns entfacht!
Trotzdem geniessen wir das Frühstücksbuffet und anschliessend schleppen wir unsere Taschen nach vorne...
Bedienstete sehen wir ausserhalb des Restaurantes noch keine...
Ich schicke Chege eine Whatsapp dass wir bereit sind für die Abfahrt...
Noch etwas im Internet surfen und tatsächlich kommt Chege um halb acht daher!
Halleluja, er lebt noch! :-/
Sofort laden wir alles ein und schon kommt der Manager der Lodge, weil er um das Geld für die Getränke fürchtet, dahergerannt...
Erstaunlicherweise rannte niemand daher als wir unsere Taschen schleppten...tststs...
Da wir (vor allem ich) fälschlicherweise der Meinung sind dass je ein Getränk pro Mahlzeit im Preis inbegriffen ist bitte ich Chege die Rechnung zu begleichen, was er verweigert.
Nach kurzem Hin und Her, bei dem auch kurz angesprochen wird dass wir bis er kam nicht wussten ob wir heute fahren oder nicht ruft Chege Raphael an, der mir das mit den Getränken genau erklärt.
Und Raphael hatte recht, korrekt wie immer!
Also bezahl ich mit Kreditkarte alle Getränke und die Andern zahlen mir ihren Anteil in Dollar zurück, so dass nun auch meine Dollars sicher bis Ende Reise reichen.
Endlich fahren wir ab, bald schon sagen wir der geteerten Strasse ade und holpern über staubige Pisten...stundenlang!
Bei einem Curioshop (Souvenierladen) hält er an, die Pause tut auch unseren Arschbacken ganz gut...
Natürlich gehen wir rein, die ganze Halle ist voll von Schnitzereien, meist Ramsch, teilweise aber auch schöne Dinge!
Aber alle, ausnamslos alle völlig überteuert beschriftet!
Schnell stürzt sich einer der Verkäufer auf Bianca, offenbar hat er ihr angesehen dass sie ernsthaft interessiert ist was zu kaufen.
Nach langem hin und her findet sie etwas was ihr gefällt...zumindest bis der Verkäufer den Preis nennt: 99$!
Dann beginnt er, der Verhandlungsmarathon!
In Kurzform etwas so: 99$!
‘No, that‘s much to much! 20$?‘
‘No, 20$? Impossible! 70$!‘
‘No, 70$ is still to much! 30$?‘
‘Oh, no, i can‘t give it für 30$! 50$!‘
‘No, 50$ is more than we want to pay, 40$?‘
‘Oh, no, i have a wife and children...i can‘t give it for 40$!‘
Ich habs zwar nicht selbst gehört weil ich schon früher raus bin, aber etwa so könnts gewesen sein bis Lucy und Bianca auch rausgingen und ins Auto stiegen.
...
...und der Verkäufer ans Auto kam uns folgenden Vorschlag machte: ‘40$ and a Coke!‘
Und darauf gingen die Beiden ein!
Also wieder rein in den Curio-Shop, das Ding eingepackt und eine Coke geordert: ‘A Coke? 5$ please!‘
:-D
Also Souvenier und Geld wieder zurück und über den Preis einer Coke verhandelt! :-D
Schlussendlich haben sie‘s dann gekauft und wir hatten wieder mal was zu lachen über diese Geschichte!
:-D
Afrikanische Verkaufsmethoden, herrlich!
Wir holpern wieder weiter in Richtung des Oloolaimutia Gate des Masai Mara Natural Reserve‘s und kommen dabei natürlich durch Narok, wo ja gestern die Ausschreitungen waren.



Oben und unten: Spuren der brennenden Strassenblokaden des Vortages.





Oben und unten: Nagelbretter zuhauf...



Heute scheint die Stadt wieder friedlich zu sein...die Spuren der Vorfälle sind aber gut zu sehen!
Chege tankt nochmals voll und bemerkt einen schleichenden Plattfuss hinten rechts, der natürlich gleich repariert wird.
Bald hoppeln wir über Schlaglöcher mit Strassenfragmenten weiter nach Oloolaimutia, wo das ‘Enchoro Wildlife Camp‘ (klick mich) auf uns wartet.
Je näher wir dem Dorf kommen umso verschmutzter ist die Landschaft, überall Plastik, wohin man auch schaut!
Im Dorf selbst ist es unglaublich vermüllt!
Echt eine Schweinerei!
Und der Wind treib den Plastik vor sich her...auch in die Mara!
Selbst da wo die Haustiere der Bewohner fressen ist alles voll Plastikmüll!
Ich möchte nicht wissen wie viele Tiere hier schon an verstopften Mägen elendiglich verhungert sind...
Traurig und unnötig!
Die Piste im Dorf zum ‘Enchoro Wildlife Camp‘ (klick mich) ist ohne grosse Bodenfreiheit nicht zu meistern, Stufen von 15-20cm sind zu überwinden...
Aber direkt nach der Einfahrt ist die Piste in gutem Zustand und kein Müll mehr zu sehen!
Dafür linkerhand Zelte und Hütten in übelstem Zustand, halb überwuchert!
Wir ahnen Schlimmstes!!! :-O
Doch dann öffnet sich der Busch zu einer kleinen Lichtung wo die Rezeption und das Restaurant stehen, unsere erschreckten Gesichter entspannen sich wieder, denn hier sieht alles bestens aus!
Wir sind froh endlich angekommen zu sein und werden in der Rezeption schon über das Camp informiert.
Alles ist sehr einfach, aber sauber und sympatisch!
Geführt wird das Camp von einer Masai-Vereinigung, also dürfte das Geld direkt zu den Leuten hier fliessen und nicht in sowieso schon vollen Geldbeuteln einiger reicher Typen verschwinden..hoff ich mal ganz naiv!
Wir werden noch kurz befragt was wir essen wollen und schon gehts zum Zimmerbezug.
Der Masai, der meine Tasche trägt ist spindeldürr, ich denke er hat nur etwa das doppelte Gewicht der Tasche und nicht mal die Hälfte meines Gewichtes, aber sein Stolz verbietet es ihm sich von mir helfen zu lassen.
Er windet sich ab meine jetzt noch etwa 22kg schwere Tasche auf die Schultern zu hieven, ich kann mich kaum zurückhalten ihm nicht doch zu helfen!
Der arme Kerl...aber er will seinen Job machen, da darf ich ihm genausowenig nehmen wie seinen Stolz!
Na ja, irgendwann schaft er‘s dann doch noch und wir latschen los!
Ich bekomm das Zelt mit dem Namen ‘Leopard‘...wie passend!
Zumal der Leo klar mein Lieblingstier ist!
Bei Bianca und Lucy ist‘s das Zelt ‘Serengeti‘ und bei Axel das Zelt ‘Buffalo‘.



Oben: Mein Zelt von innen: Das bequeme Doppel-Bett und das Einzelbett, das ich als Gepäckausbreitefläche nutze.



Oben: Die einfache Dusche aus Planenstoff und Holzlatten, bei der nach effektiv 10 Minuten warmes Wasser kommt.
Einfach, aber sauber (auch wenn die Plane nicht so sauber aussieht wie sie ist) und funktioniert!




Oben: Das Klo bietet nur genügend Beinfreiheit, ist aber ebenfalls zweckmässig und sauber!



Oben: Das Lavabo, sogar mit Spiegel...das Geschmiere stammt von mir...

Kurz nach dem Zeltbezug gehts essen, wir sind gespannt was uns da erwartet!
Da das Essen noch nicht fertig ist setzen wir uns an einen Tisch, Chege kommt auch zu uns.
Ich frag ihn ob er Kinder habe, er antwortet ‘No!‘...
...
...
...
Mehr kommt nicht...
...
...keine Gegenfrage, keine andere Info...
...nur betretenes Schweigen am Tisch...
Bianca, Lucy und Axel starten auch noch einige Versuche, er bleibt einsilbig wie ich‘s noch nie vorher erlebt habe...
Weder Infos über ihn noch über die Firma noch Fragen an uns, die Antworten völlig einsilbig, nichts, worauf man aufbauen könnte...absolut nichts...
Scheint ein sehr spezieller Mensch zu sein...
Na ja, solange er einen guten Job macht ist‘s auch ok, vieleicht hat er nur einen schlechten Tag...
...hoffen wirs mal...
Schon wird das Essen serviert, auf zu Tisch...einem Anderen...
Es ist definitiv sehr afrikanisch, hat nicht viel vom üblichen in den Lodges zu essenden europäisch angehauchten Zeug, und es schmeckt!!!
Im grossen Ganzen muss man sagen dass dies durchaus eine sehr preiswerte Alternative zu anderen Lodges in der Gegend ist, vorausgesetzt, man legt nicht viel Wert auf Luxus.
Die Bediensteten sind alle sehr zuvorkommend, einer spricht sogar etwas deutsch, man kann‘s hier aushalten!

Gruss

Picco

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RE: Reisebericht: Picco hüpft vom Kili zur Mara, 19 Mar. 2015 18:55


@Claudio ...

... es ist zwar aus dem Text-Sinn erkenntlich ... doch ich musste trotzdem noch mal googlen ...

Lavabo : Waschbecken, in der Deutschschweiz sowie im Französischen

Danke und Gruss Detlev


 
 
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Bei ForumRomanum, im Forum suchen nach Reisebericht Picco hüpft Kili ...
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